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Die Kinder Israels waren eine hartnäckige, ungehorsame Gemeinschaft. Mal beteten sie Götzen an, mal beteten sie Allah an, mal töteten sie die Propheten zu unrecht, mal machten sie die verwehrten Dinge Allahs mit Hilfe kleinster Tricks statthaft. So wurden sie zuerst aus dem Munde Davids verflucht, und die Zerstörung Jerusalems ist allen Vertretern der Religionen bekannt.

 

Dann entsandte Allah den Messias, den Sohn der Maria, als Gesandten, dem bereits Gesandte vorausgegangen waren, und machte ihn und seine Mutter zu einem Zeichen für die Menschen, in dem Er ihn zum Zeichen der Vollkommenheit Seiner Macht und Umfassenheit Seines Wortes ohne Vater erschuf. Denn Er teilte die menschliche Gattung in vier Arten: Er ließ Adam ohne Mann und Frau werden, erschuf seine Frau Eva aus dem Manne ohne die Frau, erschuf den Messias, den Sohn der Maria, aus der Frau ohne den Mann und schuf die übrigen von ihnen aus den beiden Gatten, Mann und Frau. Gemäß Seiner Gepflogenheit gab Er Seinem Sklaven, dem Messias, offenkundige Zeichen, sodass er die Blinden und Aussätzigen heilte und den Leuten verkündete, was sie essen und was in ihren Häusern aufheben sollten, und zu Allah und zu Dessen Anbetung aufrief. Er folgte darin der Gepflogenheit seiner Brüder unter den Gesandten und bestätigte, die von ihm waren, und kündigte den an, der nach ihm kommen sollte.

Die Kinder Israels waren aufsässig und rebellisch, doch es überwog Seine Milde, Barmherzigkeit, Vergebung und Verzeihung, und Er ließ in den Herzen derer, die ihm folgten Mitleid und Barmherzigkeit wohnen und ließ aus ihnen Priester und Mönche werden. Die Menschen spalteten sich bezüglich des Messias - Friede über ihn - und seiner Anhänger von den Jüngern in drei Parteien: Leute, die ihn der Lüge ziehen und leugneten und behaupteten, er sei der Sohn einer Hure, und die seine Mutter verleumdeten und ihn Josef, dem Schreiner, zuschrieben und nach all dem, was sie mit den Propheten getan hatten und an Sünden in Bezug auf Unreinheiten und Nahrung auf ihnen lastete, behaupteten, dass vom Gesetz der Thora nichts abrogiert werde und dass Allah nichts von dem, was Er zum Gesetz gemacht habe, abrogiere. Und Leute, die in Bezug auf ihn übertrieben und behaupteten, er sei Allah und der Sohn Allahs und Gott wohne unter den Menschen und der Herr aller Welt sei herabgestiegen und habe Seinen Sohn herabgesandt, auf dass er gekreuzigt und getötet werde als Auslöse für die Sünde Adams - Friede über ihn -; und sie behaupteten, der eine unvergängliche Gott, Der weder zeugt noch gezeugt wurde und Dem niemand ebenbürtig ist, habe gezeugt und Sich einen Sohn genommen. (Neben der jüdischen Position, die Gesandtschaft Jesu - Friede über ihn - zu leugnen, und der spätchristlichen, ihn zu vergöttern, gilt die dritte Haltung, die Haltung der aufrichtigen Gläubigen, die ihn als Gesandten Allahs verehrten und schätzten und seinen von Allah übermittelten Geboten folgten, als so naheliegend, daß sie keiner besonderen Erwähnung bedarf. Von den anfangs benannten drei Parteien werden deshalb nur zwei eingehend beschrieben.)

Und sie spalteten sich in Bezug auf Dreiheit und Einheit und zersplitterten sich auf eine Art, die kein Vernünftiger billigen würde und die keine Überlieferung gebot, es sei denn unklare Worte im Evangelium und den vorausgegangenen Schriften, die durch unmißverständliche Worte im Evangelium und davor bereits erklärt wurden und allesamt besagen, dass der Messias ein Mensch war und Allah allein diente und Ihn anrief und sich vor Ihm demütigte. ( Im Neuen Testament ist der Gebrauch der Bezeichnung des Menschen Sohn für Jesu - Friede über ihn - weit häufiger als der Begriff Gottessohn, welcher im Alten wie im Neuen Testament häufig für Propheten und rechtschaffene, gottesfürchtige Menschen im allgemeinen und keineswegs ausschließlich für Jesu - Friede über ihn - verwendet wird. Die Aussage des Hauptmanns bei Matthäus: dieser ist Gottes Sohn gewesen lautet bei Lukas; dieser ist ein frommer Mensch gewesen. Für die Gottessohnschaft und die Dreieinigkeit finden sich keinerlei eindeutige Belege in den Offenbarungsschriften. So war denn auch zur Zeit des Frühchristentums der Eingottglaube die vorherrschende Lehre und wurde die Dreieinigkeit erst später durch Konzilsentscheidung zum Kirchendogma.)

Doch die Grundlage der Religion war stets der Glaube an Allah und Seinen Gesandten, so wie das Siegel der Propheten und Entsandten (Muhammad) sagte: "Es wurde mir befohlen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad Sein Gesandter ist." Und er sagte: "Preist mich nicht, wie die Christen Jesus, den Sohn der Maria, preisen, denn ich bin nur ein Sklave; so sagt: Der Sklave Allahs und Sein Gesandter."

Die Religion befahl den Glaube an Allah als dem einzigen Gott und die Bestätigung Seiner Gesandten. Deshalb waren die Sternanbeter und die Polytheisten wie die Brahmanen und ihresgleichen, die das Prophetentum leugneten, Menschen, die Allah in ihrem Bekenntnis und in ihrer Anbetung Teilhaber zuordneten und Irrglauben über Seine Propheten anhingen. So drang in Bezug auf die göttlichen Einheit und Einheit der Gesandtschaft offenkundige Verderbnis der Naturanlage Allahs, in der Er die Menschen erschuf, und der Schrift Allahs, die Er herabsandte, in die Grundlage der Religion der Vertreter der Dreieinigkeit ein. (Die Naturanlage des Menschen, in der er erschaffen wurde, (fitra) war stets, einen einzigen Herren, Der über allem anderen steht, zu erkennen, Ihn anzubeten und Ihm zu dienen. So war denn auch der Islam in seinem eigentlichen Wortsinne, durch Unterwerfung unter Allah als dem einzigen Gott Friede mit sich selbst und seiner Umwelt zu erreichen, die Grundlage aller Religionen der Menschheitsgeschichte.)

Wenn deshalb jemand von den oberen Priestern und Mönchen, darunter Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe, besonders wohlhabend wurde, pflegte er seine Religion aufzugeben und mit Heuchelei zugunsten der Masse zu beginnen, während er sich mit der Führung über sie und dem ihm zukommenden Wohlstand zufrieden gab, wie der (Priester) von Jerusalem mit Namen Ibn al-Buri und der von Damaskus namens Ibn al-Qaf und der in Konstantinopel, der bei ihnen als Papst galt. Es gab viele große Päpste, Erzbischöfe und Bischöfe, die, wenn sie wohlhabende Leute ansprachen, ihnen gestanden, dass sie nicht dem Glauben der Christen folgten, aber ihrer Stellung und Führung wegen bei ihrem jetzigen angeblichen Glauben blieben, gleichwie die Könige und Reichen in ihrem Königtum und Reichtum verblieben. Deshalb findet man, daß die meisten von ihnen sich mit mathematischer Wissenschaft beschäftigten, wie Rhetorik, Physiognomie, Arithmetik und Astronomie, (die genannten Wissenschaftszweige zählten damals zu den "mathematischen Wissenschaften".) oder Naturwissenschaft, wie die Heilkunst oder die Lehre von den Elementen, oder der Beschäftigung mit dem Göttlichen nach der Art der Sterndeuter, zu denen Abraham, der Freund (Allahs) - Friede über ihn -, geschickt worden war, und sie verwarfen die Religion des Messias und der Gesandten vor und nach ihm und bewahrten die Bräuche der Religionen der Könige und der Massen wegen...

Sodann wandten sie sich dem Gesetz zu, nach dem sie Allah dienten, und widersprachen darin den Früheren von den Juden, obwohl ihnen befohlen worden war, an der Thora festzuhalten, mit Ausnahme dessen, was der Messias abrogiert hatte, Jene (die Juden) missachteten die Propheten und töteten sie sogar, und diese (die Christen) übertrieben es mit ihnen und beteten gar sie und ihr Bildnis an. Jene sagten, Allah steht es nicht an, etwas von dem, was Er befohlen hat, zu ändern und es zu einer anderen Zeit oder durch den Mund eines anderen Gesandten zu abrogieren, und diese sagten, doch, die Geistlichen und Priester können ändern, was sie wollen, und verwehren, wie es ihnen beliebt; und wenn einer eine Sünde begeht, erlegen sie ihm an Diensten auf, was ihnen beliebt, und vergeben ihm. Es gab welchen unter ihnen, die behaupteten, sie bliesen der Frau von heiligen Geist ein; und sie machten den Räucherduft zum Opfer. Jene sagten, vieles ist uns verwehrt worden. Und diese sagten, alles, von der Wanze bis zum Elefanten ist erlaubt, so iss, was du willst, und lass, was du willst. Jene sagten, die Verunreinigungen wiegen schwer, so sehr, dass sie mir der menstruierenden Frau nicht einmal saßen oder aßen. Und diese sagten, es gibt nichts Unreines für dich, und sie geboten weder die Beschneidung noch die Waschung nach geschlechtlicher Verunreinigung noch die Beseitigung von Unreinheiten, obwohl der Messias und die Jünger dem Gesetz der Thora folgten.

Sodann hatten weder der Messias noch die Jünger das Gebet gen Osten befohlen, sondern Konstantin oder andere erfanden es. Desgleichen das Kreuz, das Konstantin nach eigenem Dafürhalten erfand und aufgrund dessen, dass er behauptete, es im Schlaf gesehen zu haben. Weder Messias noch die Jünger hatten dergleichen befohlen.

Die Religion, mit der die Menschen Allah näherkommen, muss von Allah befohlen und durch den Mund Seiner Gesandten und Propheten zum Gesetz gemacht worden sein. Ansonsten sind alle Erfindungen ein Irrtum, und die Götzen wurden nur aufgrund von Erfindungen angebetet, und auf gleiche Weise fanden die Melodien Eingang ins Gebet. Weder der Messias noch die Jünger hatten es befohlen.

Im großen und ganzen hatte Allah mit all den Formen der Anbetungshandlungen und Feste, denen sie folgten, weder eine Schrift herabgesandt noch einen Gesandten entsandt. Doch gab es unter ihnen Milde und Barmherzigkeit, und dies gehörte zur Religion Allahs, im Unterschied zu den Früheren, denn unter ihnen gab es Härte und Haß, was zu dem gehörte, was Allah, der Erhabene, verwehrt hatte. Doch die Früheren besaßen Vernunft und Verstand zusammen mit dem Ungehorsam und Stolz, während unter den Späteren Abirren von der Wahrheit und Unkenntnis des Weges Allahs vorherrschten...