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Der König weiß, daß, als die Delegation aus Nagran, die aus Christen bestand, darunter der Bischof und andere, zum Propheten - Allah segnete ihn und gab ihm Friede - kam und er sie zu Allah und Seinem Gesandten und zum Islam rief, sie ihn auf den Messias ansprachen und mit ihm stritten. ( Bereits kurz nach der Auswanderung des Propheten Muhammad -Friede über ihn- von Mekka nach Medina (vormals: Yatrib) fand sich dort eine christliche Delegation ein und es entstand in der Folge eine öffentliche Debatte zwischen den drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, mit der die Möglichkeiten des Dialogs, soweit er sich auf die Grundlagen der Religionen bezieht, eigentlich bereits erschöpft sind. Ein späterer Dialog kann, soweit er sich nicht eine konkrete, situationsbezogene Aufgabenstellung gibt, nichts Neues mehr zutage bringen; ihn zu führen ist fruchtlos. Obwohl die Christen - wie einer ihrer Vertreter, ja sogar der Gelehrteste unter ihnen, Ibn Harita, offen gestand, überwiegend aus politischen, materialistischen und Prestigegründen - die Wahrheit dessen, womit Muhammad -Friede über ihn- von Allah entsandt worden war, nicht anerkannten, erkannten sie doch damals bereits die Überlegenheit des Islam in Bezug auf das praktische moralischen Gefüge des Lebens und baten Muhammad -Friede über ihn-, ihnen einen seiner Gefährten wegen deren Gerechtigkeitssinn als Richter mitzugeben. Der Prophet -Friede über ihn- sandte Abu Ubayda ibn al-Garrah mit ihnen.) Als sich aber die Argumentation gegen sie wandte, begannen sie sich abzuwenden, woraufhin Allah Seinem Propheten befahl, sie zum gegenseitigen Verfluchen (der Lügner) aufzufordern, indem Er sagte:

 

Und wenn sich jemand mit dir über sie streitet, nachdem das Wissen zu dir kam, so sprich: "Kommt her, lasset uns rufen unsre Söhne und eure Söhne, unsre Frauen und eure Frauen und unsre Seelen und eure Seelen. Alsdann wollen wir zu Allah flehen und mit Allahs Fluch die Lügner bestrafen." [3:61]

Doch als der Prophet -Allah segnete ihn und gab ihm Friede- dies erwähnte, berieten sie sich und sagten:

"Ihr wißt, daß er ein Prophet ist und daß niemand erfolgreich einen Propheten verflucht", und sie gaben ihm die Schutzsteuer und unterstellten sich seinem Schutz (Durch das Entrichten der Schutzsteuer (gizya) erkennt der Andersgläubige die politische Autorität des islamischen Staates an und gibt einer Bereitschaft Ausdruck, auf Auflehnung gegen diesen Staat als Ordnungsmacht verzichten zu wollen, wodurch er dem Schutz (dimma) des muslimischen Staates untersteht, was für ihn nicht nur eine bloße gnädige Tolerierung durch den muslimischen Staat, sondern einen Rechtsanspruch zur Verteidigung seines persönlichen und religiösen Status bedeutet.) und wichen dem gegenseitigen Verfluchen aus.

So sandte der Prophet -Allah segnete ihn und gab ihm Friede- zum Kaiser, der der Herrscher der Christen in As-Scham (As-Scham umfaßt das heutige Syrien, Libanon, Jordanien und Palästina. Der Satz bezieht sich demnach auf die oströmische Christenheit.) und über das Meer bis nach Konstantinopel und andere Städte war, und er war ein wohlhabender König, und als er seinen Brief las und nach seinem Kennzeichen fragte, erfuhr er, daß er der Prophet war, den der Messias angekündigt hatte und Allah Abraham als Nachkommen Ismaels versprochen hatte, (Entgegen der heute kirchlicherseits verbreiteten christlichen Auffassung war der von Abraham -Friede über ihn- zu opfernde einzige Sohn (vgl. 1 Mose 22) und damit der Sohn der Verheißung Ismael und nicht Isaac (Israel) -Friede über beide-. Denn nach der Geburt Isaacs als zweitem Sohn kann von einem einzigen Sohn nicht mehr die Rede sein.) und er begann seine Leute unter den Christen aufzurufen, ihm zu folgen, und er ehrte sein Schreiben und küßte es und legte es auf seine Augen und sagte: "Ich wünschte, ich könnte zu ihm kommen und ihm die Füße waschen. Müßte ich mich nicht um mein Königreich kümmern, ginge ich zu ihm."

Was den Negus, den christlichen König Abessiniens betraf, so glaubte er an ihn und bewahrheitete ihn, als er die Kunde über den Propheten von dessen Gefährten, die zu ihm auswanderten, erfuhr. Er sandte seinen Sohn und seine Gefährten zu ihm, und der Prophet -Allah segnete ihn und gab ihm Friede- betete für ihn, als er starb. Als er die Sure Maryam hörte, weinte er, und als sie ihm mitteilten, was sie über den Messias sagten, sagte er: "Bei Allah, Jesus geht darüber um nichts mehr als diesen Stab hinaus", und er sagte: "Dies und das, womit Moses kam, entspringen einer einzigen Lichtquelle."

Es war die Gepflogenheit des Propheten -Allah segnete ihn und gab ihm Friede-, daß wer von den Christen an Allah und Seine Engel und Seine Schriften und Seine Gesandten glaubte, zu seiner Gemeinschaft gehörte, und ihm zustand, was ihnen zustand, und oblag, was ihnen oblag; und er hatte dafür doppelten Lohn: Den Lohn für seinen glauben an den Messias und den Lohn für seinen Glauben an Muhammad. Und wer von den Gemeinschaften nicht an ihn glaubte, dessen Bekämpfung befahl Allah, indem Er in Seiner Schrift sagte:

Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. [9:29]

Sodann hatten weder der Messias -Allahs Segen über ihn- noch die Jünger nach ihm den Kampf befohlen, insbesondere nicht die Bekämpfung der Rechtgläubigen. O König, wie kannst du dann Blut vergießen und die Gefangennahme von Frauen und Beschlagnahme von Vermögen ohne Gottes- oder Prophetenwort erlauben?!

Weiß der König etwa nicht, daß unter uns Christen als Schutzbefohlene leben, deren Anzahl nur Allah kennt, die wir gut behandeln, Wie können sie die Gefangenen der Muslime auf eine Art behandeln mit der kein ehrenhafter und religiöser Mensch einverstanden ist? Ich sage dies nicht über den König und seine Angehörigen und seine Brüder, denn Abu al-Abbas ist dem König und seinen Angehörigen sehr zu Dank verpflichtet, des Guten eingedenk, das sie ihm taten, sondern ich sage dies über die Untergebenen allgemein. Gehören denn die Gefangenen nicht zu den Untergebenen des Königs? Ermahnt denn der Auftrag des Messias und der übrigen Propheten nicht zu Güte, und wo ist diese?!

Sodann wurden viele von ihnen gefangengenommen, und die Heimtücke ist in allen Religionen, Gesetzen und politischen Richtlinien verboten. Wie können sie es also gestatten, jemanden gefangenzunehmen, der heimtückisch ergriffen wurde? Seid ihr denn davor sicher, daß die Muslime euch mit dergleichen, wie ihr tatet, entgegentreten und Allah ihnen hilft? Insbesondere in dieser Zeit, in der die Gemeinschaft sich bereits auf den Kampf vorbereitet hat und die Rechtschaffenen und die Freunde des Erbarmers darauf hoffen, Ihm Gehorsam leisten zu dürfen. Die Meeresküste wird von kampfesstarken Fürsten beherrscht, und es erschien ein Teil ihrer Spuren, und sie nehmen zu.... Unter den Muslimen sind Rechtschaffene, deren Gebet Allah nicht abweist und deren Bitte er nicht enttäuscht, und der Herr zürnt wegen ihres Zorns und ist wegen ihrer Zufriedenheit zufrieden. Diese Tataren umgab trotz ihrer Überzahl und ihrer Behauptung, Muslime zu sein, das Unglück, das über jede Beschreibung geht, als die Muslime ihnen zürnten. Wie, o König, können Leute, die nach allen Seiten hin in der Nachbarschaft von Muslimen leben, es gut finden, sie auf eine Art zu behandeln, mit der weder ein Muslim noch ein Verbündeter einverstanden ist.