Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy

Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy
aus dem Arabischen übertragen und kommentiert von Abu-r-Rida’ Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-8217-0112-9
Verlag: Islamische Bibliothek, 924 Seiten, Hardcover DIN A4

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Kapitel: Der Gebetsruf (Athan) 

Hadithe Gesamtanzahl: 101      Angezeigt: 1-10 


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Ibn `Umar pflegte folgendes zu erzählen: „Als die Muslime anfangs nach Al-Madina kamen, versammelten sie sich und warteten auf die Fälligkeit des Gebets denn damals wurde zum Gebet nicht gerufen. Eines Tages redeten sie miteinander darüber, und einige von ihnen schlugen vor, dass sie zu diesem Zweck eine Glocke benutzen sollten, wie die Christen es tun, während andere von einem Blashorn sprachen, das die Juden zu diesem Zweck verwenden. `Umar aber sagte: „Geht es nicht, dass ihr einen Mann hinausschickt, der zum Gebet ruft?“ Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm: „O Bilal, stehe auf und rufe zum Gebet!“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 579]


Anas sagte: „Bilal wurde angewiesen, den Wortlaut des Gebetsrufs jeweils in gerader Zahl zu wiederholen und den Wortlaut für die Aufforderung zur Verrichtung des Gebets (Iqama) jeweils in ungerader Zahl zu sprechen, und zwar mit Ausnahme des Satzes „qad qamati-s-salah (= das Gebet wird nunmehr verrichtet).“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 580]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn zum Gebet gerufen wird, verschwindet Satan mit einem Knatterton, damit er den Gebetsruf nicht hört, und wenn der Gebetsruf vorüber ist, kehrt er zurück er verschwindet abermals bei der Verrichtung des Gebets und kommt wieder*, sobald das Gebet zu Ende ist. Hier stellt er sich zwischen den Menschen und sein Inneres und sagt: „Denke an soundso, denke an soundso!“ Dinge, an welche er (der Mensch) zuvor nicht dachte. So führt dies letzten Endes dazu, dass der Mensch sich nicht mehr daran erinnert, wieviele Rak`a er von seinem Gebet verrichtet hat.“ (* Siehe dazu Sura 114, in der eine derartige Eigenschaft Satans vorkommt)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 583]


Al-Mazanyy hörte von seinem Vater, der berichtete, dass Abu Sa`id Al-Chudryy ihm folgendes sagte: „Ich sehe, dass du Schafe und die Wüste liebst. Wenn du also bei deinen Schafen bist - oder dich in deiner Wüstengegend aufhältst - und zum Gebet rufen willst, so erhebe deine Stimme mit diesem Ruf denn nichts unter den ?inn, den Menschen und den übrigen Dingen hört die Stimme des Gebetsrufers (Mu`aththin), ohne daß dies von ihm am Tage der Auferstehung bezeugt werden wird.“ Abu Sa`id fügte hinzu: „Dies habe ich vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, gehört.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 584]


Abu Sa`id Al-Chudryy berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn ihr den Gebetsruf hört, so sprecht das gleiche, was der Mu`aththin sagt.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 586 und siehe auch 5]


Yahya, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Dies wurde auch von einigen seiner Gefährten erzählt: Wenn er (der Mu`aththin) sagte: „hayy `ala-s-Salah (= kommt her zum Gebet)“, dann sagte er (der Gesandte Allahs): „la haula wa la quwwata illa bi-llah (= es gibt keine Macht und keine Kraft außer durch Allah).“
Yahya fügte hinzu: „Genauso hörten wir euren Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sprechen.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 588]


Dschabir Ibn `Abdullah berichtete,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer beim Hören des Gebetsrufs sagt: „allahumma rabba hathihi-d-da`wati-t-tamma, wa-s-salati-l-qa`ima, ati Muhammadan al-wasilata wa-l-fadila, wa-b`athhu maqamam-mahmudan al-lathi wa`attah (= O Allah, Herr dieses vollkommenen Glaubens und des immerwährenden Gebets, gib Muhammad die Rangstellung im Paradies und die Gnadenfülle und erwecke ihn (am Tage des Jüngsten Gerichts) zu einer ruhmvollen Stellung, die Du ihm zugesprochen hast)“, dem steht meine Fürbitte (Schafa'a) am Tage des Jüngsten Gerichts zu.“

auf arabisch:

اللّهُـمَّ رَبَّ هَذِهِ الدّعْـوَةِ التّـامَّة وَالصّلاةِ القَـائِمَة آتِ محَـمَّداً الوَسيـلةَ وَالْفَضـيلَة وَابْعَـثْه مَقـامـاً مَحـموداً الَّذي وَعَـدْتَه

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 589]


Hafsa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, - wenn der Mu`aththin mit dem Ruf zum Morgengebet aufhörte und die Zeit dieses Gebets fällig wurde - zwei kurze Rak`a zu verrichten pflegte, bevor das Pflichtgebet begann.

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 593]


`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
"Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, pflegte zwei kurze Rak`a zwischen dem ersten Gebetsruf und dem zweiten Gebetsruf (Iqama) bei Fälligkeit des Morgengebets zu verrichten.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 594]


`Abdullah Ibn Mas`ud berichtete,
dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Keiner von euch - oder keiner unter euch - soll seinen Suhur (Mahlzeit im letzten Teil der Nacht) unterbrechen, wenn er den Gebetsruf durch Bilal hört denn er verkündet die Zeit - oder ruft - noch während der Nacht, damit er den Betenden aufmerksam macht und aber auch den Schlafenden weckt ...“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 621]



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