Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy

Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy
aus dem Arabischen übertragen und kommentiert von Abu-r-Rida’ Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-8217-0112-9
Verlag: Islamische Bibliothek, 924 Seiten, Hardcover DIN A4

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Kapitel: Der Glaube (Iman) 

Hadithe Gesamtanzahl: 39      Angezeigt: 31-40 


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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer mit einem Beerdigungszug eines Muslims zieht - nur weil er gläubig ist und mit dem Lohn Allahs rechnet - und sich dort solange aufhält, bis das Totengebet verrichtet und die Beerdigung vollzogen worden sind, der kehrt zurück mit einem zweiteiligen Lohn, wobei jeder Teil davon soviel wie der Berg von Uhud ausmacht. Wer jedoch das Totengebet verrichtet und vor der Beerdigung umkehrt, kehrt nur mit einem Teil davon zurück.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0047]


`Abdullah berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Beschimpfung eines Muslims ist eine Freveltat und gegen ihn zu kämpfen ist Kufr.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0048]


`Ubada Ibn As-Samit berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, ging hinaus, um von Lailatu-l-qadr Kunde zu geben als er zwei Männer von den Muslimen miteinander streiten sah, sagte er: „Ich bin hinausgegangen, um euch von Lailatu-l-qadr* Kunde zu geben dabei sah ich den Soundso und den Soundso miteinander streiten, worauf diese (Kundgebung) rückgängig gemacht wurde. Es mag sein, dass es so besser für euch ist. Erwartet sie (Lailatu-l-qadr) dann in den letzten sieben, neun und fünf (Tagen des Monats).“**

*Siehe die Anmerkung zum Hadith Nr. 0035.

**Die herrschende Lehrmeinung sagt, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, den genauen Zeitpunkt von Lailatu-l-qadr deshalb offenließ, um den Muslimen in diesem segensreichen Monat mehr Gelegenheit zum Eifern um das Wohlwollen Allahs zu geben. Mit der ungeordneten Reihenfolge der letzten Tage ist die Vorrangigkeit der Erwartung gemeint

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0049]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
"Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, ging eines Tages zu den Leuten hinaus, da kam ein Mann zu ihm und sagte: „Was ist Glaube?“ Der Prophet erwiderte: „Der Glaube (Iman) ist, dass du an Allah, an Seine Engel, an die Begegnung mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.“ Der Mann fragte weiter: „Was ist Islam?“ Der Prophet sagte: „Islam ist, dass du Allah anbetest, Ihm nichts beigesellst, das Gebet verrichtest, die vorgeschriebene Zakah entrichtest und im Ramadan fastest.“ Der Mann sagte: „Was ist Güte (Ihsan)?“ Der Prophet sagte: „Daß du Allah anbetest, als ob du Ihn sähst denn, wenn du Ihn nicht siehst, so sieht Er dich doch.“ Der Mann sagte: „Wann trifft die Stunde ein?“ Der Prophet sagte: „Der Befragte ist diesbezüglich nicht wissender als der Fragende selbst. Was aber deren Vorzeichen angeht, so werde ich dir folgendes nennen: (Die Stunde ist nah,) wenn die Sklavin ihren eigenen Herrn gebärt, und wenn die ungebildeten Kameltreiber Hochhäuser bauen. Es gibt noch andere fünf Vorzeichen, die nur Allah kennt.“ Darauf rezitierte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm:"Wahrlich, bei Allah allein ist die Kenntnis der Stunde ..." (Qur`an 31:34). Der Mann ging fort, und der Prophet verlangte, dass die Leute ihn zurückbringen, aber sie sahen ihn nicht mehr. Darauf sagte der Prophet: „Dieser war Gabriel! Er kam, um die Menschen in ihrem Glauben zu unterweisen.“
Abu `Abdullah (Imam Al-Bucharyy) sagte: „Er (der Prophet) machte all dies zum Bestandteil des Glaubens.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0050]


An-Nu`man Ibn Baschir sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Das Erlaubte ist offenkundig, und das Verbotene ist offenkundig, und zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Dinge, über die viele Menschen keine Kenntnis besitzen. Wer nun die zweifelhaften Dinge vermeidet, der gewährt damit seinem Glauben und seiner Ehre Makellosigkeit wer aber in zweifelhafte Dinge verwickelt ist, ähnelt einem Hirten, der seine Herde um ein fremdes Revier herumweidet und beinahe das Eigentumsrecht eines anderen verletzt. Wahrlich, jeder König hat sein eigenes Hoheitsgebiet, und die von Allah verbotenen Dinge stellen das Hoheitsgebiet Allahs auf Seiner Erde dar. Wahrlich, es gibt im Menschenkörper ein kleines Stück Fleisch wenn dieses gut ist, so ist der ganze Körper gut ist es aber verdorben, so ist der ganze Körper verdorben. Wahrlich, das ist das Herz!“*

(*Hier wird die von den Medizinern und Biologen eingeschränkte Funktion des Herzens, als "ein muskuläres Zentral-Hohlorgan des Gefäßsystems, das die Triebkraft für den Blutkreislauf gibt", um andere wesentliche Gesichtspunkte erweitert. Viele Rechtsgelehrte haben nach diesem Hadith aber auch nach Quran 2:7 8:2, 49, 63 26:89 33:4 39:23 49:7, große Bedenken wegen der Praxis der Herztransplantation überhaupt und sind sich darüber einig, dass eine dazu gemachte Organspende von einem Ungläubigen an einen Muslim und umgekehrt unzuläßig ist. Denn der in diesem Hadith erwähnte Zustand von Güte und Verdorbenheit des Herzens ist nicht nur auf die biologische Funktion, sondern auch auf Glauben und Unglauben, Liebe und Haß, Aufrichtigkeit und Frevelhaftigkeit usw. - wie diese aus dem Wortlaut des Hadith anzunehmen sind - zu beziehen. Würde man sich lediglich auf die biologische Funktion beschränken, so würde das Herz in seiner derartigen Besonderheit abqualifiziert denn die Beeinträchtigung der Gesundheit geschieht gleichermaßen durch kranke Organe des menschlichen Körpers, wie z. B. Leber, Nieren, Drüsen, Hirnbereiche usw.)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0052]


`Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wahrlich, die Taten werden entsprechend dem Vorsatz bewertet, und jedem Menschen steht wahrlich das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinen Gesandten wer aber seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswanderte.“

(Vgl. Hadith Nr. 0031, 6953 und 7083)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0054]


Abu Mas`ud berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn ein Mann Geld für den Lebensunterhalt seiner Familie ausgibt und dies im Trachten nach Allahs Wohlwollen tut, so wird ihm der Lohn einerSadaqa angerechnet.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0055]


Sa`d Ibn Abi Waqqas berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Niemals wirst du Geld für den Lebensunterhalt ausgeben und dabei dies im Trachten nach Allahs Wohlwollen tust, ohne daß du dafür belohnt wirst dies gilt auch dann, wenn du es für die Nahrung deiner Frau ausgibst.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0056]


Dscharir Ibn `Abdullah berichtete: „Ich leistete dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, den Treueschwur, dass ich das Gebet verrichte, die Zakah entrichte und jedem Muslim aufrichtigen Rat erteile.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0057]



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