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Kapitel: Aufzählung mehrerer Wege zu Wohltätigkeit |
Kapitel 13
Qur’an: Allah, der Erhabene, spricht: "Und was ihn an Gutem tut, Allah weiß es." (2:197) "Und wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen." (99:7) "Wer Gutes tut, tut es für seine eigene Seele..." (45:15) Es gibt eine Reihe von Qur’anversen über dieses Thema. Von den Aussprüchen des Propheten (s) diesbezüglich begnügen wir uns mit den folgenden: Abu Dharr Dschundub ibn Dschunada (r) berichtet: Ich fragte (den Gesandten Allahs (s)): "Oh Gesandter Allahs, welche Tat ist am verdienstvollsten?" Er antwortete: "Der Glaube an Allah und der Dschihad um Allahs willen." Ich fragte: "Welche Art von Sklavenbefreiung ist am wertvollsten?" Er antwortete: "Die Befreiung der von den Angehörigen am höchsten geschätzten (Sklaven), und von diesen der, dessen Lösegeld am höchsten ist." Ich fragte: "Und wenn ich dies nicht tun kann?" Er sagte: "Dann hilf einem Bedürftigen oder hilf jemandem bei einer Arbeit, die er nicht so gut erledigen kann." Ich fragte erneut: "Und was, wenn ich selbst so schwach geworden bin, dass ich nicht helfen kann?" Er sagte: "Dann füge keinem Menschen Schaden zu, denn auch dies zählt als Sadaqa dir selbst gegenüber." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 117] | Abu Dharr (r) überliefert auch, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Jeder von euch hat jeden Tag für jedes gesunde Glied seines Körpers Sadaqa zu entrichten. Und jede Lobpreisung Allahs (indem man Subhan Allah sagt) zählt als Sadaqa, jedes Alhamdu lillah zählt als Sadaqa, jedes La ilaha illa-llah** zählt als Sadaqa, jedes Allahu akbar**** zählt als Sadaqa, das Gute zu gebieten zählt als Sadaqa und das Übel zu verwehren zählt als Sadaqa. Es genügt aber auch, wenn man am Vormittag ein kurzes Gebet (mit zwei Rak'a) verrichtet." (Muslim)
**Auf Deutsch bedeutet dies: "Es gibt keinen Gott außer Allah!" [Riyad us-Salihin Nr. 118] | Abu Dharr (r) überliefert auch, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Mir wurden die Taten meiner Gemeinde (Umma), die guten und die schlechten, gezeigt. Zu den guten zählt die Beseitigung von störenden Gegenständen vom Weg, und zu den schlechten zählt das Nichtbeseitigen von in der Moschee zurückgelassenem Auswurf." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 119] | Abu Dharr (r) überliefert auch Folgendes: Man sagte zu dem Propheten (s): "Oh Gesandter Allahs (s), die Wohlhabenden werden besser belohnt (als wir), denn sie beten wie wir beten, sie fasten wie wir fasten, und sie geben Sadaqa von den Überschüssen ihres Vermögens." Er sprach: "Hat Allah euch denn nichts gegeben, wovon ihr Sadaqa geben könnt: Gewiss zählt jedes Subhan Allah als Sadaqa, jedes Allahu akbar, jedes Alhamdu lillah und jedes La ilaha illa-llah zählt als Sadaqa. Zum Guten aufzurufen zählt als Sadaqa, das Übel zu bekämpfen zählt als Sadaqa, und der Beischlaf zählt als Sadaqa" Da wurde er gefragt: "Oh Gesandter Allahs (s), einer von uns stillt seine Begierde (durch Beischlaf bei seiner Ehefrau) und dafür erhält er eine Belohnung?" Er sagte: "Seht ihr nicht, dass er sündigt, wenn er sie auf verbotene Weise befriedigt? Und so wird er für die legale Befriedigung (seiner Begierde) belohnt." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 120] | Abu Dharr (r) überliefert, dass der Prophet (s) zu ihm sagte: "Verachte niemals auch nur die kleinste Kleinigkeit einer guten Tat; sogar deinen Bruder (Mitmenschen) mit einem fröhlichen Gesicht zu treffen (zählt als gute Tat)." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 121] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Jedes Glied des menschlichen Körpers muss Sadaqa geben, an jedem Tag, an dem die Sonne aufgeht. Wenn du Gerechtigkeit zwischen zwei Parteien stiftest, so zählt dies als Sadaqa. Jemandem zu helfen, sein Reittier zu besteigen, ist Sadaqa, oder ihm beim Beladen seines Tieres zu helfen ist Sadaqa; ein freundliches Wort ist Sadaqa, jeder Schritt, der zum Gebet führt, ist Sadaqa; etwas vom Weg zu beseitigen, was ein Hindernis bildete, ist Sadaqa." (Al-Bukhari und Muslim) Nach Muslim überliefert die Mutter der Gläubigen Aischa (r), dass der Gesandte Allahs (s) dazu folgendes Gleichnis erzählte: "Der Mensch ist mit dreihundertsechzig Gelenken erschaffen worden. Derjenige, der mit Wohltaten, wie dem Aussprechen von Allahu akbar, dem Ausdruck seiner Dankbarkeit Allah gegenüber, indem er Alhamdu lillah sagt, dem Bezeugen, dass es nur einen Gott gibt, indem er La ilaha illa-llah sagt, der Verherrlichung Allahs mit den Worten Subhan Allah, der Bitte um Vergebung mit den Worten Astaghfiru-llah, dem Beseitigen von störenden Hindernissen auf dem Weg, seien es Steine, Dornen, Gräten oder Knochen, und dem Gebieten des Guten und dem Verwehren des Übels, 360 erreicht, wird sich an diesem Tage vom Höllenfeuer entfernen." [Riyad us-Salihin Nr. 122] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Prophet (s) gesagt hat: "Wer immer zum Gebet in die Moschee geht, ob morgens oder abends, für den bereitet Allah im Paradies einen festlichen Empfang, wann und wo immer er eintrifft." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 123] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) gesagt hat: "Oh muslimische Frauen! Fühlt euch nicht zu gering, um eurer Nachbarin selbst die kleinste Kleinigkeit zu schenken. Schenkt, was immer ihr schenken könnt, auch wenn dies nur der Fuß eines Schafes ist." (Al- Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 124] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) gesagt hat: "Es gibt sechzig bis achtzig Arten von Glauben. Die edelste von ihnen ist das Bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und die geringste von ihnen ist, Hindernisse aus dem Wege zu räumen (und somit Unannehmlichkeiten zu beseitigen). Auch sich zu Schamen ist eine Art von Glauben." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 125] | Abu Huraira (r) erzählte, dass der Prophet (s) folgendes Gleichnis erzählte: Ein Mann verspürte, als er des Weges zog, großen Durst. Beim Erreichen eines Brunnens stieg er in diesen hinab, trank Wasser zur Genüge und stieg wieder hinauf. Da sah er einen Hund mit hängender Zunge, der vor lauter Durst Schlamm aufleckte. Der Mann sagte zu sich, dass der Hund den gleichen Durst verspüren müsse, den er selbst wenig zuvor gehabt hatte. So stieg er nochmals in den Brunnen hinab, füllte seinen Lederstrumpf mit Wasser, stieg wieder hinauf - wobei er den Strumpf mit seinen Zähnen festhielt - und gab dem Hund zu trinken. Allah schätzte die Tat dieses Mannes und vergab ihm seine Sünden. Der Prophet (s) wurde gefragt: "Oh Gesandter Allahs (s), werden wir auch für Freundlichkeit gegenüber Tieren belohnt?" Er antwortete: "Es gibt Belohnung für Freundlichkeit gegenüber jedem Lebewesen." (Al-Bukhari und Muslim) In der Version bei Al-Bukhari endet der Hadith mit: "Allah dankte ihm sein Tun, vergab ihm (seine Sünden) und ließ ihn ins Paradies eingehen." Eine andere Version lautet: Ein Hund umkreiste voller Durst den Rand eines Brunnens, als eine Prostituierte vom Volke Israel das Tier sah, ihren Lederstrumpf in den Brunnen hinabließ, etwas Wasser heraufzog und dem Hund zu trinken gab. Ihr wurde aufgrund dieser Tat vergeben. [Riyad us-Salihin Nr. 126] | |
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