Riyad us-Salihin

Riyad us Salihin "Gärten der Tugendhaften" (Band I)
Dieses Werk umfasst thematisch geordnet, einschlägige Berichte aus dem Leben des Propheten Muhammad (Allah Segen und Frieden auf ihm) und wurde im 13. Jahrhundert durch den großen islamischen Gelehrten Imam Abi Zakariya Yahya Bin Sharaf An-Nawawi zusammengestellt.

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-926575-44-1
Verlag: SKD Bavaria, 664 Seiten, B/H 17,5 x 24,5 cm   Autor: Imam An-Nawawi

In Riyad us-Salihin suchen:
Home | Riyad us-Salihin Index

Kapitel: Genügsamkeit, Enthaltsamkeit und Sparsamkeit im Leben und im Spenden, sowie Missbilligung des Bettelns ohne Notwendigkeit

Hadithe Gesamtanzahl 16     Angezeigt: 1-10 


Wähle Seite: 1 2

Kapitel 57

Genügsamkeit, Enthaltsamkeit und Sparsamkeit im Leben und im Spenden, sowie Missbilligung des Bettelns ohne Notwendigkeit

Qur’an: Allah, der Erhabene, spricht:
"Und es gibt kein Lebewesen auf Erden, dessen Versorgung nicht bei Allah liegt. "(11:6)

"(Die Mildtätigkeit ist) für die Armen, die auf dem Pfad Allahs (daran) gehindert werden, sich frei im Land zu bewegen. Der Unwissende meint wegen (ihrer) Zurückhaltung, sie hätten genug. Du erkennst sie an ihrem Auftreten. Sie betteln die Menschen nicht aufdringlich an. Und was immer ihr an Gutem spendet, wahrlich, Allah weiß es wohl." (2:273)

"Und (Gottesdiener sind) die, wenn sie (etwas) spenden, weder verschwenderisch noch knauserig sind, sondern das rechte Maß dazwischen finden." (25:67)

"Und Ich habe die Dschinn und die Menschen zu keinem anderen Zweck erschaffen, als dass sie Mir dienen. Ich will keinen Unterhalt von ihnen und ich will nicht, dass sie Mich mit Nahrung versorgen." (51:56-57)

Die meisten der Hadithe zu diesem Thema wurden bereits in den beiden vorangehenden Kapiteln aufgeführt. Zusätzlich seien die folgenden genannt:

Abu Huraira (r) überliefert, dass der Prophet (s) sagte: "Wahrer Reichtum ist nicht Reichtum an Besitz, sondern wahrer Reichtum ist im Herzen." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 522]


Hadith 523 ist eine Wiederholung von Hadith Nr. 512

[Riyad us-Salihin Nr. 523]


Hakim ibn Hizam (r) erzählte: Ich bat den Gesandten Allahs (s) (um etwas), und er gab (es) mir; ich bat ihn nochmals, und er gab mir (was ich wünschte); ich bat ein drittes Mal, und er gab mir (was ich wünschte) und sagte: "Oh Hakim, dieser Wohlstand (den du begehrst) ist grün und süß. Wer ihn nimmt, ohne Gier, für den ist er ein Segen; wer ihn jedoch gierig erstrebt, der wird sein wie einer, der isst, aber nie satt wird: Die obere Hand ist besser als die untere Hand." Ich sagte zu ihm: "Oh Gesandter Allahs! Bei Dem, Der dich mit der Wahrheit gesandt hat, ich werde von nun an von niemandem irgendetwas annehmen, so lange ich lebe."
Abu Bakr (r) sandte (als er Kalif war) nach Hakim, um ihm etwas zu geben, doch er lehnte es ab, etwas von ihm zu entgegenzunehmen. Ebenso rief ihn Umar (r) (als Kalif) aus diesem Grunde, doch auch von ihm nahm er nichts an. So sagte Umar (r): "Oh Muslime, die ihr hier versammelt seid! Ihr seid meine Zeugen Hakim gegenüber, dass ich ihm seinen von Allah festgesetzten Anrecht auf (einen Anteil an der) Kriegsbeute angeboten habe, aber er lehnt es ab, sie anzunehmen." So nahm Hakim (r) nach dem Propheten (s) von niemandem irgendetwas an, solange er lebte. (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 524]


Abu Burda (r) berichtet, dass Abu Musa al-Asch'ari (r) erzählte: Einmal begleiteten wir den Propheten (s) auf einem Kriegszug. Wir waren sechs Personen, und uns war nur ein Kamel zugeteilt. Vom Fußmarsch waren unsere Füße völlig zerschunden, und mir fielen sogar die Fußnägel aus. Schließlich banden wir Stofffetzen um unsere Füße. Da wir uns Lumpen um die Füße gebunden hatten wurde diese Unternehmung bald als 'Lumpenfeldzug' bekannt. Abu Burda sagte: Abu Musa erzählte diesen Vorgang, doch hinterher tat es ihm leid, dass er es getan hatte; und er sagte: "Ich hätte das nicht erzählen sollen!" Und er (Abu Burda) sagte, dass es ihm wohl unangenehm war, über seine Taten zu sprechen. (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 525]


Amru ibn Taghlib (r) berichtete: Man brachte dem Gesandten Allahs (s) Kriegsbeute, und er verteilte sie, so dass er einigen Männern etwas gab und anderen nicht. Dann kam ihm zu Ohren, dass diejenigen, die nichts bekommen hatten, sich darüber beklagten. Da lobte und pries er Allah und sprach: "Und bei Allah! Ich gebe dem einen, und dem anderen gebe ich nichts. Und derjenige, dem ich nichts gebe, ist mir lieber als derjenige, dem ich etwas zugeteilt habe. Aber ich gebe ihnen etwas, da ich weiß, was an Angst und Besorgnis in ihren Herzen steckt. Und ich habe diejenigen von euch leer ausgehen lassen, von denen ich weiß, dass Allah ihre Herzen mit Großmut und Güte angefüllt hat, und einer von diesen ist Amru ibn Taghlib." Amru ibn Taghlib sagte: Bei Allah, das Wort des Gesandten Allahs (s) ist mir mehr wert als rote Kamele. *** (Al-Bukhari)

*** Rote Kamele gelten als besonders kostbar.

[Riyad us-Salihin Nr. 526]


Hadith 527 ist eine Wiederholung von Hadith Nr. 298

[Riyad us-Salihin Nr. 527]


Abu Sufyan Sakhr ibn Harb (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Bedrängt niemanden mit Betteln. Bei Allah, wenn einer von euch mich um etwas bittet und ich gebe es ihm mit Widerwillen, so steckt kein Segen darin." (Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 528]


Abu Abdur-Rahman Auf ibn Malik al-Aschdscha'i (r) erzählte: Einst waren wir zu neunt, acht oder siebent beim Gesandten Allahs (s), als er sagte: "Wollt ihr nicht dem Gesandten Allahs (s) huldigen?" Da wir kurz zuvor (dem Gesandten (s)) gehuldigt hatten, sagten wir: "Wir haben dir bereits gehuldigt, oh Gesandter Allahs." Da fragte er nochmals: "Wollt ihr nicht "dem Gesandten Allahs huldigen?" So legten wir unsere Hände in seine und sagten: "Wir huldigen dir, oh Gesandter Allahs, aber wofür ist diese (erneute) Huldigung?" Daraufhin sagte er: "Dass ihr Allah allein anbeten werdet und Ihm nichts beigesellt; dass ihr die fünf täglichen Gebete beachten, und dass ihr Allah gehorchen werdet," und dann sprach er leise zu ihnen: "und bittet niemanden um etwas!" Ich selbst erlebte einige jener Personen, die nicht einmal, wenn ihnen die Peitsche (vom Reittier) zu Boden fiel, einen (Vorbeigehenden) baten, sie ihm (hinauf) zu reichen. (Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 529]


Ibn Umar (r) überliefert, dass der Prophet (s) sagte: "Niemand von euch wird fortfahren zu betteln, ohne dass er am Tage des Gerichts Allah gegenübersteht, und er wird kein Stück Fleisch mehr im Gesicht haben." *** (Al-Bukhari und Muslim)

*** Das Betteln wird hier mit dem Zerkratzen des Gesichts verglichen. Vergl. Hadith Nr. 0533.

[Riyad us-Salihin Nr. 530]


Ibn Umar (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s), als er auf dem Mimbar stand und über Sadaqa predigte und davon, nicht darum zu betteln, sagte: "Die obere Hand ist besser als die untere Hand. Und die obere Hand ist die des Spendenden, und die untere Hand ist die, die darum bettelt." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 531]



Wähle Seite: 1 2

Riyad us-Salihin Component v. 1.0.2  © 2005 by Idris Fakiri

Lerne Arabisch

Lerne Arabisch

Wer ist Online?

Aktuell 2 Gäste online