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Sahīh al-Buchārī (arabisch صحيح البخاري, DMG Ṣaḥīḥ al-Buḫārī) von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī (gest. 870). Der korrekte Werktitel ist al-Dschāmiʿ as-sahīh / الجامع الصحيح / al-Ǧāmiʿ aṣ-ṣaḥīḥ / ‚Das umfassende Gesunde‘. Das Werk steht an erster Stelle der kanonischen sechs Hadith-Sammlungen und genießt bis heute im Islam höchste Wertschätzung. Hinsichtlich seiner Autorität steht es hier direkt hinter dem Koran.

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Hadith-Nr.:
Anzahl der Ahadith: : 39   |   Angezeigt: : 21-30   |    Al-Buchari Index


كِتَاب أَحَادِيثِ الْأَنْبِيَاءِ
Die Prophetengeschichten


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Abu Hazim sagte: „Ich war mit Abu Huraira fünf Jahre lang und hörte von ihm, wie er einmal berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagte: „Die Kinder Israels wurden gewöhnlich von Propheten geführt, und jedesmal, wenn ein Prophet dahinging, folgte ihm ein anderer Prophet. Nach mir aber wird kein Prophet mehr kommen. Es werden vielmehr Nachfolger (Kalifen) sein, deren Anzahl immer zunehmen wird.“ Die Leute sagten: „Was befiehlst du uns dann?“ Und der Prophet antwortete: „Leistet die Treue für den ersten und für jeden ersten, der nach ihm kommt. Gebt ihnen das, was ihnen an Recht zusteht denn Allah wird sie über das fragen, was Er ihnen an Fürsorgepflicht auferlegt hat.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3455]



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Abu Sa`id, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ihr werdet gewiß das Brauchtum derjenigen vor euch Handspanne für Handspanne und Ellenlänge für Ellenlänge befolgen, bis ihr ihnen auch dann nachgeht, wenn sie durch das Loch eines Dabb * durchgehen würden!“ Wir sagten: „O Gesandter Allahs, die Juden und die Christen (meinst du)?“ Und er antwortete: „Wen sonst?“ (*Ein stinkendes Tier in der Wüste. Als Beispiele aus dem Alltag kämen die verschiedenen Verletzungsformen aller islamischen Normen in Frage, insbesondere durchsichtige Kleider, kurze Röcke, enge Hosen, Krawatten (welche mit Kopf und Schultern ein Kreuz bilden) usw.)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3456]



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`Abdullah Ibn `Amr, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Berichtet über mich, sei es auch durch eine einzige Zeile, und erzählt uneingeschränkt über die Kinder Israels. Wer aber mit Vorsatz eine Lüge über mich verbreitet, der soll seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3461]



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Abu Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagen hörte: „Es gab unter den Kindern Israels drei Menschen: einen Abras *, einen Kahlköpfigen und einen Blinden, die Allah auf die Probe stellen wollte. Da sandte Er einen Engel zu ihnen, der zunächst zu dem Abras kam und fragte: „Was hast du am liebsten?“ Er antwortete: „Eine schöne Farbe und eine schöne Haut denn die Menschen meiden mich wegen meiner Unansehnlichkeit.“ Da strich der Engel über ihn, und er wurde beschwerdefrei: ihm wurde eine schöne Farbe und eine schöne Haut gegeben. Der Engel fuhr fort und sagte: „Welche Güter sind dir am liebsten?“ Der Mann erwiderte: „Die Kamele!“ ...Darauf wurde ihm eine trächtige Kamelstute gegeben und ihm zugleich gesagt: „Diese möge für dich segensreich sein.“ Danach ging der Engel zum Kahlköpfigen und sagte: „Was hast du am liebsten?“ Er antwortete: „Schönes Haar, und dass das von mir weggenommen wird, was ich jetzt habe denn die Menschen meiden mich wegen meiner Unansehnlichkeit.“ Da strich der Engel über ihn und er wurde beschwerdefrei: ihm wurde schönes Haar gegeben. Der Engel fuhr fort und sagte: „Welche Güter sind dir am liebsten?“ Der Mann erwiderte: „Die Kühe!“ Darauf wurde ihm eine trächtige Kuh gegeben und ihm sogleich gesagt: „ Diese möge für dich segensreich sein.“ Danach ging der Engel zum Blinden und sagte: „Was hast du am liebsten?“ Er antwortete: „Dass Allah mir mein Augenlicht zurückgibt, auf das ich die Menschen sehen kann.“ Da strich der Engel über ihn und Allah gab ihm sein Augenlicht wieder. Der Engel fuhr fort und sagte: „Welche Güter sind dir am liebsten?“ Der Mann erwiderte: „Die Schafe!“ Darauf wurde ihm ein trächtiges Mutterschaf gegeben. Es geschah dann, dass diese Tiere ihre Jungen zur Welt brachten und sich so vermehrten, dass der erste ein Tal voller Kamele, der zweite ein Tal voller Kühe und der dritte ein Tal voller Schafe besaß. Später erschien der Engel dem Abras in dessen Bild und Gestalt von damals und sagte: „ Ich bin ein armer Mann, der auf seiner Reise von allen Hilfen abgeschnitten ist, und somit besteht keine Möglichkeit zur Erreichung des Reiseziels außer durch die Hilfe Allahs und durch deine Hilfe! Ich bitte dich im Namen Dessen, Der dir die schöne Farbe und die schöne Haut und die Güter gab, um ein Kamel, das mich auf meiner Reise zum Ziel bringt.“ Der Mann entgegnete: „Du stellst große Ansprüche!“ Er (der Engel) sagte: „Es kommt mir vor, dass ich dich kenne. Warst du nicht ein Abras, vor dessen Unansehnlichkeit sich die Menschen entfernten, und so arm, worauf Allah dir Reichtum gab?“ Der Mann sagte: „Das habe ich von meinen edlen Vorfahren geerbt, die wiederum von ihren edlen Vorfahren erbten.“ Er (der Engel) sagte: „Hast du gelogen, so wird Allah dich in den Zustand zurückversetzen, in dem du warst.“ Danach erschien der Engel dem Kahlköpfigen in dessen Bild und Gestalt von damals und sagte zu ihm, wie er zum ersten gesagt hatte. Als dieser ihm eine gleiche Antwort gab, sagte er zu ihm: „Hast du gelogen, so wird Allah dich in den Zustand zurückversetzen, in dem du warst!“ Danach erschien der Engel dem Blinden in dessen Gestalt von damals und sagte: „Ich bin ein armer Mann, der auf seiner Reise von allen Hilfen abgeschnitten ist, und somit besteht keine Möglichkeit zur Erreichung des Reiseziels außer durch die Hilfe Allahs und durch deine Hilfe. Ich bitte dich im Namen Dessen, Der dir dein Augenlicht zurückgab, um ein Mutterschaf, das mich auf meiner Reise (mit Milch) versorgen kann.“ Der Mann sagte: „Ich war blind und Allah gab mir mein Augenlicht zurück und ich war arm, und Er machte mich reich. So nimm, was du willst denn ich werde bei Allah dir nichts vorenthalten, was du um Allahs Willen nimmst.“ Er (der Engel) sagte: „Behalte deine Güter. Ihr wurdet ja nur auf die Probe gestellt, und Allah hat wahrlich Wohlgefallen an dir, während Er Missfallen an deinen beiden Gefährten hat.“

(* Das arabische Wort für einen Leukodermatiker. Die Krankheit (Leukodermie) stellt einen teilweisen Verlust des Hautfarbstoffes (Pigment) dar, d.h.: inmitten der normalgefärbten Haut, erscheinen helle, fast entfärbte Flecken)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3464]



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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wahrlich, es gab unter den Völkern vor euch Menschen, die (von den Engeln) angesprochen wurden und wahrlich, wenn es in dieser meiner Umma jemanden davon gibt, so ist dieser `Umar Ibn Al-Chaththab.“ *(* Vgl. das Buch von Halid ünal mit dem Titel "Al-Faruq `Umar Ibn Al-Chattab (r.), Islamische Bibliothek, Köln)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3469]



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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ein Mann kaufte von einem anderen ein Grundstück, und der Käufer fand später auf seinem Grundstück einen Krug, in dem Gold war. Der Käufer ging zum Verkäufer und sagte zu ihm: „Nimm dein Gold von mir denn ich habe von dir das Grundstück gekauft, nicht aber das Gold!“ Der Verkäufer erwiderte: „Ich habe dir doch das Grundstück mit allem verkauft, was sich dort befindet!“ Die beiden gingen dann zu einem Mann und baten ihn, als Schiedsrichter zwischen ihnen zu entscheiden. Dieser fragte die beiden: „Habt ihr Kinder?“ Einer von den beiden gab an, dass er einen Sohn habe, und der andere gab an, dass er eine Tochter habe.Der Schiedsrichter sagte dann zu ihnen: „Gebt dem Sohn die Tochter als Ehefrau, leistet ihnen den Lebensunterhalt aus diesem Fund und spendet auch davon!“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3472]



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Usama Ibn Zaid berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Pest ist eine Strafe, mit der eine Schar unter den Kindern Israels, oder unter denjenigen vor euch, heimgesucht wurde. Wenn ihr Nachricht darüber erhaltet, dass diese auf einem Gebiet ausgebrochen ist, so begebt euch nicht dorthin und wenn diese auf einem Gebiet ausbricht, auf dem ihr euch befindet, so verlasset es nicht, um davon zu entfliehen.“ ...(Diese vor ca. 1400 Jahren getroffene Regelung im Hadith stellt die erste Maßnahme über das Quarantäne-System der Medizin dar, das erst durch das Pariser Internationales Sanitätsabkommen vom 21. Juni 1926 zustande kam. Dadurch wird eine Absonderung und Beobachtung von Menschen erzielt, die aus verseuchten Gebieten verreisen. Vordergründig wird außer Gelbfieber, Fleckfieber und Pocken usw., auch die im Hadith erwähnte Pest unter Kontrolle gestellt. Siehe Hadith Nr. 3474)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3473]



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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, Gattin des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, berichtete: „Ich erkundigte mich beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, über die Pest, und er teilte mir mit, dass sie eine Strafe sei, mit der Allah denjenigen heimsuchte, den Er wolle, und daß Allah sie zu einer Barmherzigkeit für die Gläubigen machte. Keiner wird die Heimsuchung der Pest erleben, sich weiterhin in seinem Ort geduldig und in Betracht des Lohns (Allahs) aufhalten - während er weiß, dass ihn nur das trifft, was Allah für ihn bestimmt hat -, ohne daß ihm der gleiche Lohn wie der eines Märtyrers zuteil wird.“ (Vgl. Hadith Nr. 3473 und die Anmerkung dazu. Ferner das Ende der Anmerkung zum Hadith Nr. 3744)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3474]



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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: „Die Leute des Stammes Quraisch waren wegen einer Frau aus dem Stamm Machzum besorgt, die einen Diebstahl begangen hatte. Sie fragten: „Wer kann mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wegen ihr sprechen?“ Einige sagten: „Und wer sonst kann an ihn herantreten außer Usama Ibn Zaid, dem Liebling des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm?“ Da sprach Usama mit ihm, und der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Legst du Fürsprache ein im Hinblick auf ein Recht, das nur Allah zusteht?“ Der Prophet erhob sich dann und hielt eine Predigt, in der er folgendes sagte: „Wahrlich, diejenigen vor euch gingen deshalb zugrunde, weil sie, wenn einer der Vornehmen unter ihnen einen Diebstahl begangen hatte, ihn unbestraft laufen ließen, und wenn einer der Schwachen unter ihnen einen Diebstahl beging, gegen ihn die Strafe vollzogen. Ich schwöre bei Allah! Wenn Fatima, die Tochter Muhammads, gestohlen hätte, würde ich ihre Hand abschneiden.““*

(*In den Medien der sog. zivilisierten Welt herrscht mit Vorliebe große Aufregung wegen derartiger Strafe: Man habe bei der Anwendung der Schari'a Angst davor, dass "das ganze Volk ohne Hände herumlaufen würde!“ Eine solche Sorge ist deshalb unbegründet, weil es dafür einen Weg gibt, mit dem man sich vor einer solchen harten Strafe schützen kann: Das Rezept lautet: „Nicht stehlen!“ Siehe auch Hadith Nr. 6788)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3475]



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`Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ich hörte einen Mann einen Qur`an -Vers in einer anderen Lesart rezitieren, als dies der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, gewöhnlich tat. Ich nahm den Mann zum Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, und erzählte ihm davon. Da merkte ich an seinem Gesicht, dass er dies ungern hörte. Er sagte: „Jeder von euch macht es gut. Seid nicht uneins denn diejenigen vor euch pflegten uneins zu sein und gingen deshalb zugrunde!“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 54/Hadithnr. 3476]



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