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Sahīh al-Buchārī (arabisch صحيح البخاري, DMG Ṣaḥīḥ al-Buḫārī) von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī (gest. 870). Der korrekte Werktitel ist al-Dschāmiʿ as-sahīh / الجامع الصحيح / al-Ǧāmiʿ aṣ-ṣaḥīḥ / ‚Das umfassende Gesunde‘. Das Werk steht an erster Stelle der kanonischen sechs Hadith-Sammlungen und genießt bis heute im Islam höchste Wertschätzung. Hinsichtlich seiner Autorität steht es hier direkt hinter dem Koran.

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Hadith-Nr.:
Anzahl der Ahadith: : 46   |   Angezeigt: : 21-30   |    Al-Buchari Index


كِتَاب الصَّلَاةِ
Das Gebet


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Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Das Spucken in der Moschee ist eine Missetat, deren Sühne darin besteht, dass der Auswurf vergraben wird.“ (Das Vergraben des Auswurfs in der Moschee war seinerzeit beim sandigen Boden möglich. Heutzutage versteht sich die Sühne dafür als eine totale Beseitigung des übels)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 415]



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Anas Ibn Malik berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, verrichtete mit uns das Gebet, bestieg das Podest (Mimbar), sprach dann vom Gebet und von der Verbeugung (Ruku') und sagte anschließend: „Wahrlich, ich sehe euch hinter meinem Rücken, wie ich euch jetzt sehe.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 419]



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`Itban Ibn Malik berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, war bei mir zu Hause auf Besuch und sagte zu mir: „In welchem Teil deiner Wohnung hast du es gern, dass ich dort für dich bete?“ *Da zeigte ich ihm den Platz, und der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sprach zunächst den Takbir wir bildeten eine Reihe hinter ihm, und er betete zwei Rak`a .“ (Die Frage ist von dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, aus drei Gründen in dieser Form gestellt worden: Zunächst, weil die Verrichtung des Gebets in einer Wohnung für die dort wohnenden Leute segenbringend ist, zumal, wenn dieses dort von dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, persönlich verrichtet wird, und daher der Ausdruck „für dich.“ Aus Höflichkeit und Rücksicht auf die Lage der Gastgeberfamilie wurde die Frage nach dem Gebetsplatz innerhalb des Wohnbereiches gestellt, damit keinerlei Belästigung und Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der Familienmitglieder während der Gebetszeit zustande kommen. Die Frage enthält ferner ein Ersuchen um die Erlaubnis des Gastgebers denn es ist - einem anderen Hadith zufolge - dem Gastgeber nicht gestattet, dass er während des Gebets in seinem eigenen Haushalt (mit Ausnahme des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, wegen seiner Rangstellung,) von einem Fremden geleitet wird, es sei denn mit seiner Erlaubnis)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 424]



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`Aischa berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, liebte es, vom Tayammun* in all seinen Angelegenheiten Gebrauch zu machen, soweit dies für ihn möglich war: bei seiner Waschung, beim Einschreiten und beim Anziehen seiner Schuhe.“ (*Tayammun (mit einem n am Ende) ist eine sehr verbreitete Sunnah unter den Muslimen in der ganzen Welt und bedeutet, dass der Muslim überall - wenn möglich - von rechts (yamin) mit der Arbeit anfängt. Das Wort darf nicht mit dem Tayammum - mit einem m am Ende - (= Trockenreibung als Ersatzreinigung beim Fehlen des Wassers) verwechselt werden)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 426]



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`Aischa berichtete: „Umm Habiba und Umm Salama erwähnten in der Gegenwart des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, eine Kirche, in der es Bilder bzw. Skulpturen gab, die sie in Abessinien gesehen hatten, und der Prophet sagte: „Dies sind diejenigen Leute, die - wenn ein rechtschaffener Mensch unter ihnen stirbt - auf seinem Grab eine Gebetsstätte errichten und diese mit solchen Bildern bzw. Skulpturen versehen. Diese sind die schlimmsten Menschen bei Allah am Tage der Auferstehung.“ (Siehe Hadith Nr. 0434)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 427]



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Ibn `Umar berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Verrichtet einen Teil eurer Gebete in euren Wohnungen und macht sie nicht zu Friedhöfen.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 432]



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`Aischa berichtete: „Umm Salama erzählte in der Gegenwart des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, von einer Kirche, die sie in Abessinien gesehen hatte und die dort mit dem Namen Maria bekannt ist. Sie berichtete ihm ferner von den Bildern bzw. Skulpturen, welche sie selbst dort gesehen hatte. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Diese sind diejenigen Leute, die - wenn ein rechtschaffener Diener Allahs oder ein guter Mensch unter ihnen stirbt - auf seinem Grab eine Gebetsstätte errichten und sie mit solchen Bildern bzw. Skulpturen versehen. Diese sind die schlimmsten Menschen bei Allah am Tage der Auferstehung.“ (Siehe Hadith Nr. 0427)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 434]



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`A´ischa und `Abdullah Ibn `Abbas berichteten: „Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, im Sterben lag, nahm er eines seiner Kleidungsstücke und bedeckte damit sein Gesicht als dies ihm aber lästig wurde, nahm er es von seinem Gesicht ab und sagte - während er in dieser Lage war: „Allahs Fluch ist deshalb auf die Juden und die Christen ergangen, weil sie die Gräber ihrer Propheten* zu Gebetsstätten gemacht haben.“** Er warnte damit vor der Tat, die sie begangen haben!“

*Der Hadith ist eine Ermahnung an die Gemeinde der Muslime, dass sie nach dem Ableben des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, ein solches Verhalten nicht nachahmen.
**Noch gravierender ist die Heiligenverehrung der katholischen Kirche, die gehaltenen Messen und Wallfahrten zu den Grabstätten der "Heiligen", die nach Willkür der Kirche in eine "Heiligenliste" eingetragen und später von ihr entfernt werden, nachdem festgestellt wurde, dass ihre "Heiligkeit" ein Irrtum war!

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 435]



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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Allah möge die Juden verdammen denn sie machten die Gräber ihrer Propheten zu Gebetsstätten! "(* Vgl. Hadith Nr. 0335 und 0436 und die Anmerkung dazu)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 437]



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Jabir Ibn `Abdullah berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Mir sind fünf (Besonderheiten) gegeben worden, welche keinem der anderen Propheten vor mir gegeben wurden: Mein Sieg über den Feind wurde durch Schrecken gemacht, dessen Wirksamkeit der Entfernung von einer einmonatigen Marschreise entspricht. Die Erde wurde mir sowohl als Gebetsstätte als auch als Reinigungsmittel* gemacht und wenn jemand von meiner Umma das Gebet bei seiner Fälligkeit verrichten will, der kann es dort und überall verrichten, wo er sich gerade befindet. Die Kriegsbeute ist mir erlaubt und im Gegensatz zu den früheren Propheten, die nur zu ihren eigenen Leuten entsandt wurden, bin ich für die Menschheit allesamt entsandt worden. Und mir wurde die Fürsprache (am Jüngsten Tag) gegeben.“ (* Vgl. den Abschnitt über Tayammum ab dem Hadith Nr. 0336 ff.)

[Sahih al-Buchari, Kapitel 8/Hadithnr. 438]



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