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Das Sahīh Muslim (arabisch صحيح مسلم / ṣaḥīḥ Muslim) von Muslim ibn al-Haddschādsch (um 820 - 875) ist eine wichtige Hadith-Sammlung. Es gilt nach Sahīh al-Buchārī als das zuverlässigste Hadithbuch und ist eine der sechs kanonischen Hadith-Sammlungen. Ihr Kompilator war ein Schüler von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī. Das Sahīh Muslim „umfasst 7275 Hadithe, d.h. ohne Wiederholungen 4000“.

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Anzahl der Ahadith: : 120   |   Angezeigt: : 31-40   |    Sahih Muslim Index


كِتَاب الْإِيمَانِ
Das Buch des Glaubens


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Dschundab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ein Mann, unter den früheren Generationen hatte einen Furunkel. Als der Furunkel ihm weh tat, zog er einen Pfeil aus dem Köcher und stach ihn damit auf. Das Blut hörte nicht auf zu fließen, bis der Mann endlich starb. Euer Herr sagte: Ich habe diesem Mann den Eintritt ins Paradies verwehrt.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 164/Kapitel 2]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Wir nahmen mit dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Kampf von Khaibar teil, wo Allah uns den Sieg verlieh. Als Kriegsbeute nahmen wir weder Gold noch Silber, sondern nur Nahrungsmittel und Kleidung. Wir marschierten dann zum Tal weiter. Der Gesandte Allahs wurde von einem Diener begleitet, den ihm ein Mann namens Refa`a Ibn Zaid, aus der Familie Guzam von Banu Ad-Dubaib, geschenkt hatte. Als wir das Tal erreichten, begann der Diener des Propheten, seinen Kamelsattel aufzubinden. Währenddessen wurde er mit einem Pfeil geworfen und er starb sofort. Da sagten wir: Wohl bekomms! O Allahs Gesandter, er starb als Märtyrer. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Nein. Bei dem, in dessen Hand das Leben von Muhammad ist. Der Mantel, den er aus den Beuten von Khaibar, gestohlen hat, bevor die Beute gemäß dem Recht verteilt wurde, brennt auf ihn. Die Leute erschraken sehr, als sie das hörten. Da kam ein Mann mit einem oder zwei Schnürsenkel und sagte: O Allahs Gesandter! Das habe ich am Tage von Khaibar genommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwiderte: Das ist ein Schnürsenkel aus Feuer - oder das sind zwei Schnürsenkel aus Feuer.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 166/Kapitel 2]



Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Als der Vers: Ihr, die glauben, erhebt nicht eure Stimmen über die Stimme des Propheten [Quran 49:2], offenbart wurde, saß Thabit Ibn Qais zu seinem Haus und sagte: Ich gehöre zu den Hölleninsassen, und er vermied es dann, mit dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, zusammenzutreffen. Der Prophet fragte Sa`d Ibn Mu`az nach ihm, indem er sagte: Abu `Amr, was ist mit Thabit los? Ist er krank? Sa`d erwiderte: Er ist mein Nachbar, ich weiß aber nicht, dass er krank sei. Anas berichtete weiter: Sa`d ging dann zu ihm (Thabit) und erzählte ihm, was der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gesagt hatte. Thabit sagte: Dieser Vers wurde offenbart und ihr wißt, dass ich derjenige unter euch war, der seine Stimme am höchsten über die Stimme des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihn, erhob. So bin ich einer der Hölleninsassen. Sa`d erzählte dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, dieses Gespräch. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Nein, er ist vielmehr einer der Paradiesbewohner.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 170/Kapitel 2]



`Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Einige sagten dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: O Gesandter Allahs! Werden wir wegen der Sünden bestraft, die wir in der vorislamischen Zeit begangen hatten? Er erwiderte: Wer von euch nach dem Eintritt zum Islam Gutes tut, der wird wegen der Sünden, die er sich in der vorislamischen Zeit hat zuschulden kommen lassen, nicht bestraft. Wer aber Böses tut, der wird wegen seiner Sünden vor und nach dem Islam bestraft.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 171/Kapitel 2]



Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Es gab Menschen unter den Götzendienern, die in Übermaß töteten, in Übermaß Unzucht begingen und anschließend zu Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm, kamen und sagten: Das, was du sagst, und zu dem du aufforderst, ist an sich gut. Nur wenn du uns sagen würdest, ob es für das, was wir getan haben, eine Sühne gäbe! Darauf wurde folgender Vers offenbart: Und diejenigen, die nicht, zusammen mit Allah, zu einem anderen Gott rufen, und keine Seele töten, die Allah verwehrt hat - außer gemäß dem Recht nach - und die nicht die Ehe brechen, und wer das tut, den trifft Strafe mutwilliger Sünde [Quran 25:68] Es wurde auch offenbart: Ihr, Meine Knechte, die gegen sich selbst das Maß überschritten haben, verzagt nicht an der Barmherzigkeit Allahs. [Quran 39:53]

[Sahih Muslim, Hadithnr. 174/Kapitel 2]



Hakiem Ibn Hizaam, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich sagte dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Glaubst du, dass ich für die gottesdienstlichen Handlungen, die ich in der vorislamischen Zeit ausführte, belohnt werde? Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Du bekanntest dich zum Islam und wirst für alle gottesdienstlichen Handlungen belohnt, die du davor ausgeführt hast.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 175/Kapitel 2]



`Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Als der Koranvers Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Unrecht bedecken... [Quran 6:82] offenbart wurde, wurden die Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sehr bekümmert und sagten: Wer ist unter uns, der nicht gegen sich selbst Unrecht getan hätte? Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Die Bedeutung des Verses ist nicht so wie ihr denkt. Damit ist aber gemeint, was Luqman zu seinem Sohn, sagte: Mein lieber Sohn, gib Allah keine Mitgötter, die Mitgötterei ist ja bestimmt ein gewaltiges Unrecht. [Quran 31:13]

[Sahih Muslim, Hadithnr. 178/Kapitel 2]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Allah hat wahrlich dem Menschen in meiner Umma (Gemeinde) das erlassen, was er in seinem Innern hegt, solange er nicht davon herumgesprochen oder dies in die Tat umgesetzt hat.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 181/Kapitel 2]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Allah, Der Allmächtige und Hocherhabene, sagte (den Engeln): Wenn mein Diener etwas Schlechtes zu tun beabsichtigt, dann schreibt es gegen ihn nicht nieder. Führt er es aus, dann schreibt es nur als eine einzige schlechte Tat nieder. Und wenn er etwas Gutes zu tun beabsichtigt, es aber nicht ausführt, dann schreibt es für ihn nur als eine einzige gute Tat nieder. Führt er es aber aus, dann schreibt es als zehn gute Taten nieder.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 183/Kapitel 2]



Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte folgendes, das er über seinen Herrn - Segensreich und Erhaben sei Er - berichten wollte: Wahrlich, Allah hat die guten und die schlechten Taten niedergeschrieben! Anschließend erläuterte der Prophet diese wie folgt: Wer also etwas Gutes zu tun beabsichtigt, es aber nicht ausführt, für den schreibt es Allah bei Sich als eine volle gute Tat nieder. Und wenn er es beabsichtigt und sodann begeht, so schreibt es Allah für ihn bei Sich als zehn gute Taten, bis zum Siebenhundertfachen und mehrmals darüber hinaus, nieder. Wer aber etwas Schlechtes zu tun beabsichtigt und es dann nicht ausführt, für den schreibt es Allah bei Sich als eine volle gute Tat nieder. Und wenn er es beabsichtigt und dann begeht, so schreibt es Allah für ihn bei Sich nur als eine einzige schlechte Tat nieder.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 187/Kapitel 2]



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