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Das Sahīh Muslim (arabisch صحيح مسلم / ṣaḥīḥ Muslim) von Muslim ibn al-Haddschādsch (um 820 - 875) ist eine wichtige Hadith-Sammlung. Es gilt nach Sahīh al-Buchārī als das zuverlässigste Hadithbuch und ist eine der sechs kanonischen Hadith-Sammlungen. Ihr Kompilator war ein Schüler von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī. Das Sahīh Muslim „umfasst 7275 Hadithe, d.h. ohne Wiederholungen 4000“.

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Anzahl der Ahadith: : 56   |   Angezeigt: : 21-30   |    Sahih Muslim Index


كِتَاب الْجِهَادِ وَالسِّيَرِ
Das Buch des Jihad (Auszug für die Sache Allahs) und der Expeditionen


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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Meine Erben werden unter sich (nach mir) kein Dinar teilen dürfen. Was ich hinterlasse, ist - mit Ausnahme des Lebensunterhalts für meine Frauen und des Arbeitslohns für meinen Diener - ein Almosen.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3306/Kapitel 32]



`Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hatte die Kriegsbeute folgendermaßen aufgeteilt: dem Reittier wurden zwei Anteile gegeben und dem Kämpfer ein Anteil. (d.h. einem Reitenden wurden drei Anteile gegeben.)

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3308/Kapitel 32]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, entsandte eine Reitertruppe nach Nadschd, und diese brachte auf ihrem Heimweg einen Mann aus Banu Hanifa namens Thumama Ibn Uthaal, Häuptling von Al-Yamama, mit. Er wurde an einer Säule in der Moschee festgebunden. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam dann zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Nur Gutes! Wenn du mich tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist; und wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so verlange, was du willst, und du wirst es bekommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ ihn dann am Leben bis zum übernächsten Tag. Er kam abermals zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Dasselbe, was ich dir zuvor sagte. Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ ihn dann am Leben bis zum nächsten Tag. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam wieder zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Womit ich rechne, habe ich dir gesagt! Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte dann: Lasset Thumama frei! Thumama begab sich zu einer Palme in der Nähe der Moschee, vollzog eine Gesamtwaschung, betrat die Moschee und sagte: Ich bezeuge, dass es nichts Anbetungswürdigeres gibt außer Allah, und dass Muhammad der Diener und Gesandte Allahs ist. O Muhammad, ich schwöre bei Allah, dass es kein Gesicht auf dieser Erde gab, das ich am meisten hasste, als dein Gesicht. Heute ist dein Gesicht bei mir das geworden, das ich am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Religion gab, die ich am meisten hasste, als deine Religion. Heute ist deine Religion bei mir solche geworden, die ich unter allen Religionen am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Ortschaft gab, die ich am meisten hasste, als deine Ortschaft. Heute ist deine Ortschaft bei mir solche geworden, die ich unter allen Ortschaften am meisten liebe. Deine Truppen nahmen mich fest, als ich die Besuchsfahrt (`Umra) vollziehen wollte. Was hältst du davon? Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gab ihm eine freudige Nachricht und wies ihn an, dass er die Besuchsfahrt vollziehen soll. Als er in Makka ankam, sagte jemand zu ihm: Ungläubig bist du geworden! Er aber erwiderte: Nein, bei Allah! Vielmehr bin ich ein Muslim geworden, mit Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm. Nein, bei Allah! Eines Tages werdet ihr kein einziges Weizenkorn aus Yamama erhalten, ohne dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, seine Erlaubnis dafür im Voraus gegeben hätte.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3310/Kapitel 32]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Als wir uns in der Moschee befanden, kam der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu uns heraus und sagte: Brechet auf zu den Juden! Da eilten wir mit ihm dorthin, und als wir bei ihnen ankamen, rief sie der Gesandte Allahs und sagte: O ihr Juden! Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Da sagten sie: O Abu-l-Qasim, du hast (deine Botschaft) übermittelt. Dann sagte er: Das ist, was ich will. Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Sie sagten: O Abu-l-Qasim, du hast (deine Botschaft) übermittelt. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Das ist, was ich will. und wiederholte dieselben Worte zum dritten Mal. Dann sagte er ferner: Wisset, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört, und dass ich vorhabe, euch aus diesem Land zu vertreiben. Wer dann von euch einen Käufer für sein Vermögen findet, der soll es verkaufen, anderenfalls sollt ihr wissen, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört!

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3311/Kapitel 32]



Abu Sa`id Al-Khudry, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Als Banu Quraiza sich dem Urteil von Sa`d Ibn Mu`az fügten, schickte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nach Sa`d. Er kam auf einem Esel reitend. Als er sich der Moschee näherte, sagte der Gesandte Allahs zu den Ansar (den Helfern): Steht auf für euren Herrn! - oder vielleicht sagte er: Für den besten unter euch. Dann sagte er: Diese (Banu Quraiza) werden dein Urteil annehmen. Da sagte Mu`az: Ihre Kämpfer sollen getötet, und ihre Kinder sollen gefangen genommen werden. Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Du hast das Urteil von Allah (oder vielleicht sagte er: von Dem Herrscher). Al-Muthanna erwähnte den letzten Satz in seiner Überlieferung nicht.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3314/Kapitel 32]



`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Sa`d wurde am Tag der Grabenschlacht (Al-Khandaq) verletzt, als ein Mann von Quraish namens Ibnal `Ariqa mit dem Pfeil auf ihn schoss und ihn an seiner mittleren Armvene verletzte. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, schlug für ihn ein Zelt in der Moschee auf, um ihn aus der Nähe besuchen zu können. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, aus der Grabenschlacht nach Hause kam, seine Waffe ablegte und sich waschen wollte, kam Gabriel zu ihm, gerade als er seinen Haupt vom Staub abschüttelte, und sagte: Hast du die Waffe abgelegt? Bei Allah, es ist noch nicht soweit, dass wir die Waffe ablegen! Ziehe hinaus zu ihnen! Dann sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Wo dann (weiter)? Da deutete Gabriel auf (den Stamm) von Banu Quraiza. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bekämpfte sie, bis sie sich schließlich seinem Urteil fügten. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ aber Sa`d entscheiden. Sein Urteil war, dass ihre Kämpfer getötet, ihre Frauen und Kinder in die Gefangenschaft geführt werden und ihr Vermögen verteilt wird.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3315/Kapitel 32]



`Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kündigte unter uns an jenem Tag an, an dem er von der Schlacht von Al-Ahzab (den Parteien) zurückkehrte: Keiner soll das Mittagsgebet an einem Ort verrichten, außer bei Banu Quraiza. Manche Leute befürchteten, dass die Zeit verginge, bevor sie Banu Quraiza erreichten, und das Gebet zur rechten Zeit nicht verrichten konnten. Deshalb verrichteten sie das Gebet, bevor sie Banu Quraiza erreichten. Andere sagten: Wir werden das Gebet nur da verrichten, wo es uns der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu verrichten befahl, auch wenn wir es versäumen würden. Er (der Prophet) wies keine der beiden Gruppen zurecht (d.h. er tadelte keine der beiden Gruppen).

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3317/Kapitel 32]



Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Als die Auswanderer (Al-Muhagirun) aus Makka nach Madina kamen, hatten sie nichts in ihren Händen, während die Helfer (Al-Ansar) das Land und die Dattelpalmen besaßen. Die Helfer ließen die Auswanderer die Bewirtschaftung ihrer Dattelpalmen für die Hälfte der Ernte jedes Jahr übernehmen. Die Mutter von Anas Ibn Malik, die Umm Sulaim hieß, und zur selben Zeit die Mutter von `Abdullah Ibn Abu Talha, der Bruder von Anas mütterlicherseits, gab dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, die Nutznießung von einer Dattelpalme. Der Gesandte Allahs gab sie aber Umm Aiman, seiner Dienerin, der Mutter von Usama Ibn Zaid. Ibn Schihab sagte: Anas Ibn Malik berichtete mir: Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, fertig mit den Leuten von Khaibar war, und nach Madina zurückkehrte, schickten die Auswanderer den Helfern ihre Gaben, die sie ihnen vorher gewährt hatten, zurück. Er (Anas Ibn Malik) sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, schickte meiner Mutter die Nutznießung ihrer Palme zurück und gab Umm Aiman anstelle davon einen Teil seines Gartens.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3318/Kapitel 32]



`Abdullah Ibn Mughaffal, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich erbeutete am Tag der Schlacht von Khaibar einen Schlauch, mit Fett. Ich nahm ihn und sagte: Heute gebe ich niemandem davon. Als ich mich umsah, sah ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, lächeln.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3320/Kapitel 32]



Abu Sufyan, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich befand mich auf einer Reise zu jener Zeit, als ich mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, die Abmachung (von Al-Hudaibiya) traf. Während ich mich auf dem Gebiet von Syrien aufhielt, kam ein Bote mit einem Schreiben vom Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, das an Heraklios, König der Byzantiner, gerichtet wurde. Es handelte sich um das Schreiben, das Dihya Al-Kalbiy an den Gouverneur von Busra trug, der es wiederum an Heraklios weiterbringen ließ. Heraklios fragte: Gibt es in dieser Gegend jemand, der zu den Leuten dieses Mannes (Muhammad) gehört, der behauptet, er sei ein Prophet? Die Leute sagten: Ja! Darauf wurde ich mit einigen Leuten aus dem Stamm Quraish gerufen; anschließend traten wir bei Heraklios ein. Er ließ uns vor ihm sitzen und sagte zu uns: Wer steht von euch in der verwandtschaftlichen Linie diesem Mann am nächsten, der behauptet, er sei ein Prophet? Ich sagte: Ich! Da ließen sie mich vor ihm sitzen und meine Begleiter hinter mir. Er ließ seinen Dolmetscher zu sich kommen und sagte zu ihm: Sage ihnen, dass ich ihm Fragen über diesen Mann stellen will, der behauptet, er sei ein Prophet! Wenn er (Abu Sufyan) mir die Wahrheit nicht sagt, so sagt mir, dass er lügt! Abu Sufyan sagte: Ich schwöre bei Allah, würden die Menschen, die die Ehrlichkeit Muhammads kennen, mich der Lüge nicht bezichtigen, so hätte ich bestimmt gelogen. Heraklios sagte zu seinem Dolmetscher: Frage ihn: Wie ist seine Abstammung unter euch? Ich sagte: Er (Muhammad) ist unter uns von edler Abstammung. Heraklios fragte: War einer seiner Vorväter ein König? Ich sagte: Nein! Er fragte weiter: Habt ihr ihn der Lüge bezichtigt, bevor er das sagte, was er verkündet hat? Ich sagte: Nein! Heraklios sagte: Folgt ihm die Elite der Menschen oder folgen ihm die Schwachen? Ich sagte: Ihm folgen doch die Schwachen! Er sagte: Nimmt deren Zahl zu oder ab? Ich sagte: Nein! Sie nimmt doch ständig zu. Er sagte: Trat einer von ihnen von seinem Glauben zurück, nachdem er diesen angenommen hatte, auf Grund der Unzufriedenheit mit ihm? Ich sagte: Nein! Heraklios sagte: Habt ihr ihn bekämpft? Ich sagte: Ja! Er sagte: Wie war euer Kampf gegen ihn? Ich sagte: Der Kampferfolg war wechselhaft: Wir gewinnen eine Runde und die andere gewinnt er. Er fragte: Bricht er seine Abmachung mit euch? Ich sagte: Nein! Es gibt aber jetzt eine Abmachung zwischen uns. Wir wissen nicht, was er machen wird. Ich schwöre bei Allah, dass ich kein anderes Wort gegen ihn mehr zufügen konnte als dieses. Heraklios sagte: Hat jemand vor ihm eine solche Behauptung gemacht? Ich sagte: Nein! Danach wandte sich Heraklios seinem Dolmetscher zu und sagte: Sage ihm: Ich habe dich über seine Abstammung unter euch gefragt und du gabst an, dass er unter euch von edler Abstammung ist. Genauso sind die Gesandten: Diese werden gewöhnlich aus den Edlen ihrer Völker auserwählt. Ich fragte dich auch, ob es unter seinen Vorvätern einen König gab, und du hast dies verneint. Wäre unter seinen Vorvätern ein König gewesen, so würde ich annehmen, dass er ein Mann wäre, der für die Rückgewinnung des Königreiches seiner Vorväter kämpfen will. Ich fragte dich nach seinen Anhängern, ob sie die Elite oder die Schwachen sind, und du sagtest, dass ihm doch die Schwachen folgen. Diese sind doch stets die Anhänger der Gesandten. Ich fragte dich, ob ihr ihn der Lüge bezichtigt habt, bevor er sagte, was er behauptete, und du hast dies verneint. Ich hielt es nicht für möglich, dass er die Lüge vor den Menschen unterlässt, um eine Lüge gegen Allah zu erdichten. Ich fragte dich, ob jemand von seinen Anhängern aus seinem Glauben zurücktrat, nachdem er diesen annahm, weil er mit ihm nicht zufrieden war, und du hast dies auch verneint. Dies ist doch üblich für den Glauben, wenn er sich mit der Herzensfreude eines Menschen einnistet. Ich fragte dich, ob die Zahl seiner Anhänger zunimmt oder abnimmt, und du gabst an, dass diese zunimmt. Dies ist doch der Fall mit dem Glauben; denn dieser nimmt ständig zu, bis er sein Ziel erreicht! Ich fragte dich ferner, ob ihr ihn bekämpft hättet, und du gabst an, dass der Kampf zwischen euch wechselhaft ist, und dass ihr eine Runde gewinnt und die andere gewinnt er. Dies ist genau der Fall mit den Gesandten: Sie werden zunächst geprüft; das Endziel aber ist auf ihrer Seite. Ich fragte dich, ob er seine Abmachung mit euch bricht und du gabst an, dass er dies nicht tut. Es ist genauso mit den Gesandten: Sie brechen ihre Abmachung nicht. Ich fragte dich, ob jemand vor ihm eine solche Behauptung machte, und du hast dies verneint. Ich sagte zu mir: Hätte es vor ihm einen gegeben, der so etwas behauptete, so hätte ich angenommen, dass er ihm nachmacht! Heraklios fuhr fort: Was befiehlt er euch? Ich sagte zu ihm: Er befiehlt uns, dass wir das Gebet verrichten, die Almosensteuer entrichten, die Verwandtschaftsbande pflegen und dir Keuschheit wahren sollen. Heraklios sagte: Wenn das, was du über ihn sagtest die Wahrheit ist, so ist er ein Prophet. Ich wusste schon zuvor, dass ein Prophet noch kommt, nahm aber nicht an, dass er von eurer Seite hervorgeht. Wenn ich wüsste, dass ich ihm Folge leisten könnte, so hätte ich mich gern auf den langen Weg zu ihm gemacht. Wenn ich mich bei ihm befände, so würde ich seine Füße waschen. Wahrlich sein Machtbereich wird den Boden erreichen, den ich hier unter meinen Füßen habe. Danach ließ er das Schreiben des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, vorbringen und verlesen. Da stand folgendes:
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Dieses Schreiben ist von Muhammad, dem Gesandten Allahs, an Heraklios, Herrscher des Oströmischen Imperiums! Der Friede sei auf demjenigen, der der Rechtleitung folgt. Sodann: Ich rufe dich auf, den Weg des Islam zu befolgen. Werde Muslim, so rettest du dich, und wenn du Muslim geworden bist, so wird Allah deinen Lohn verdoppeln. Wendest du dich aber davon ab, so trägst du die Sünde doppelt, sowohl wegen deiner Führerschaft als auch wegen deiner Untergebenen. (Es folgte dann im Schreiben ein Zitat aus dem Quran 3:64): Sprich: "O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Allah." Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: "Bezeugt, dass wir (Ihm) ergeben sind (Muslime sind)." Als die Verlesung des Schreibens zu Ende ging, wurden Stimmen laut und es gab viel Palaver. Da wurde der Befehl erteilt, dass wir hinausgehen sollen. Als wir draußen waren, sagte ich zu meinen Gefährten: Es scheint mir, dass die Sache von Ibn Abu Kabscha (Muhammad) soweit ging, dass der König von Banu Al-Asfar (die Byzantiner) die Furcht davor empfindet. Seit dieser Zeit wurde ich davon überzeugt, dass die Sache mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, doch eines Tages durchkommt, bis Allah mir den Islam in mein Herz eingab.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 3322/Kapitel 32]



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