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Riyadhu s-Salihin (arabisch رياض الصالحين, DMG Riyāḍu ṣ-Ṣāliḥīn ‚Gärten der Tugendhaften‘) von Imam an-Nawawī (1233–1278) ist eine Sammlung von Hadithen (Aussagen und Lebensweisen des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm) und enthält insgesamt 1896 Hadithe, die in 372 Kapitel aufgeteilt sind.

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Hadith-Nr.:
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باب فضل الإِحْسَان إلى المملوك
Der Vorrang der guten Behandlung der Sklaven


قال اللَّه تعالى: { واعبدوا اللَّه ولا تشركوا به شيئاً، وبالوالدين إحساناً، وبذي القربى واليتامى والمساكين والجار ذي القربى والجار الجنب، الصاحب بالجنب، وابن السبيل، وما ملكت أيمانكم } .

Allah, der Erhabene, sagt: „Und dient Allah und gesellt ihm nichts bei. Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein und zu den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem verwandten Nachbarn, dem fremden Nachbarn, dem Gefährten zur Seite1, dem Sohn des Weges2 und denen, die eure rechte Hand besitzt.3“ (Sūra 4 an-Nisāʾ (Die Frauen), 36)

1) D. h.: dem Arbeitskollegen oder Reisegefährten
2) Dieser Ausdruck bezeichnet den von seinen Angehörigen getrennten und in seiner Lage mittellosen Reisenden.
3) Dieser Ausdruck bedeutet Sklaven bzw. Sklavinnen oder Gefangene.


وعن المَعْرُور بن سُويْدٍ قالَ : رأَيْتُ أبا ذَرٍّ ، رضِيَ اللَّه عَنْهُ ، وعليهِ حُلَّةٌ ، وعَلى غُلامِهِ مِثْلُهَا ، فَسَألْتُهُ عَنْ ذلك ، فَذكر أنَّه سَابَّ رَجُلاً على عهْدِ رَسُولِ اللَّه صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم ، فَعَيَّرَهُ بأُمِّهِ ، فَقَال النبي صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم : « إنَّك امْرُؤٌ فِيك جاهِليَّةٌ » : هُمْ إخْوانُكُمْ ، وخَولُكُمْ ، جعَلَهُمُ اللَّه تَحت أيدِيكُمْ ، فَمَنْ كَانَ أَخُوهُ تَحت يَدهِ فليُطعِمهُ مِمَّا يَأْكلُ ، وَلْيُلْبِسْهُ مِمَّا يلبَسُ ، ولا تُكَلِّفُوهُم مَا يَغْلبُهُمْ ، فإن كَلَّفتُمُوهُم فَأَعِينُوهُم » ،متفقٌ عليه .

[ رياض الصالحين ؛ رقم الحديث ١٣٦٠ ؛ رقم الكتاب ١٢ ؛ رقم الباب ٢٣٧ ]


Maʿrūr ibn Suwaid, berichtete: Ich sah Abū Ḏarr, Allah habe Wohlgefallen an ihm, in einem gefütterten Umhang und seinen Sklaven in einem gleichen. Als ich ihn danach fragte, erwähnte er, dass er zu Lebzeiten des Gesandten Allahs - Allah segne ihn und gebe ihm Heil - jemanden1 beschimpft hatte, indem er ihn wegen seiner Mutter getadelt hatte2. Daraufhin sagte der Prophet - Allah segne ihn und gebe ihm Heil- zu mir: „Du bist jemand, dem noch Unwissenheit4 innewohnt. Die Sklaven sind eure Brüder und Dienerschaft, über die Allah euch Gewalt gegeben hat. Wer nun Gewalt über seinen Bruder hat, der soll ihm von dem zu essen geben, wovon er selbst auch isst, und ihn von dem kleiden, womit er sich selbst auch kleidet. Betraut sie nicht mit etwas, was für sie zu schwer ist, und wenn ihr sie mit etwas betraut, dann helft ihnen dabei.“ (Überliefert bei al-Buẖārī und Muslim)

[Riyadhu s-Salihin: Hadith-Nr. 1360, Buch 12, Kapitel 237]


1) Es handelt sich um den Prophetengefährten Bilāl, den Abū Ḏarr wegen seiner schwarzen Hautfarbe schmähte.
2) Indem er „Sohn einer Schwarzen“ zu ihm sagte.
3) Die Unwissenheit (Ǧāhiliyya) der Zeit vor dem Islam, d. h.: du besitzt noch deren Charaktereigenschaften.


وَعَنْ أبي هُريرَةَ ، رضي اللَّه عَنْهُ ، عَن النبي صَلّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّم : قالَ : إذا أَتى أحدَكم خَادِمُهُ بِطَعامِهِ ، فَإنْ لم يُجْلِسْهُ معهُ ، فَليُناولْهُ لُقمةً أوْ لُقمَتَيْنِ أوْ أُكلَةً أوْ أُكلَتَيْنِ ، فَإنَّهُ ولِيَ عِلاجهُ»رواه البخاري .

[ رياض الصالحين ؛ رقم الحديث ١٣٦١ ؛ رقم الكتاب ١٢ ؛ رقم الباب ٢٣٧ ]


« الأُكلَةُ » بضم الهمزة : هِيَ اللُّقمَةُ .


Abū Huraira, Allah habe Wohlgefallen an ihm, berichtete, dass der Prophet - Allah segne ihn und gebe ihm Heil - sagte: „Wenn jemandem von euch sein Diener das Essen bringt, soll er - wenn er ihn nicht mit ihm zusammensitzen lassen will - ihm eine oder zwei Portionen oder einen oder zwei Bissen reichen, denn er hat ja am Herdfeuer dessen Hitze ertragen und seine Zubereitung besorgt.“ (Überliefert bei al-Buẖārī)

[Riyadhu s-Salihin: Hadith-Nr. 1361, Buch 12, Kapitel 237]

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