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Das Sahīh Muslim (arabisch صحيح مسلم / ṣaḥīḥ Muslim) von Muslim ibn al-Haddschādsch (um 820 - 875) ist eine wichtige Hadith-Sammlung. Es gilt nach Sahīh al-Buchārī als das zuverlässigste Hadithbuch und ist eine der sechs kanonischen Hadith-Sammlungen. Ihr Kompilator war ein Schüler von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī. Das Sahīh Muslim „umfasst 7275 Hadithe, d.h. ohne Wiederholungen 4000“.

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Anzahl der Ahadith: : 9   |   Angezeigt: : 1-9   |    Sahih Muslim Index


كِتَاب الرُّؤْيَا
Das Buch über das wahrhaftige Traumgesicht


Abu Qatada, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: "Das wahrhaftige Traumgesicht ist von Allah, und das bloße Träumen ist von Satan. Wer von euch von etwas träumt, dass er nicht mag, der soll dann auf seine linke Seite dreimal pusten und seine Zuflucht bei Allah vor dem Übel dieses Traumes suchen; dadurch wird ihm kein Schaden entstehen."

[Sahih Muslim, Hadithnr. 4195/Kapitel 42]



Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Wenn die Stunde nahe rückt, kann der Traum des Muslims kaum falsch sein. Der wahrhaftigste Traum wird der Traum desjenigen unter euch sein, der am wahrhaftigsten spricht. Der Traum des Muslims ist aber auch einer der fünfundvierzig Teile des Prophetentums. Die Träume teilen sich in drei Typen ein:

  • Der erste Typ ist der wahrhaftige (gute) Traum. Und der ist eine frohe Botschaft von Allah.
  • Der zweite Typ ist der Kummer verursachende Traum, und dieser ist vom Satan.
  • Der dritte Typ äußert das Unterbewusstsein des Menschen.
    Wenn der eine von euch aber von etwas träumt, das er nicht mag, der soll nach dem Aufstehen ein Gebet verrichten. Er soll aber den anderen von seinem Traum nicht erzählen. Mir gefällt die Fessel (am Fuß), im Traum zu sehen; ich verabscheue aber die Halsfessel, denn die Fessel (am Fuß) ist Festigkeit in der Religion." Der Überlieferer fügte hinzu: Ich weiß nicht, ob der Prophet den letzten Satz gesagt hat oder Ibn Sirin (ein späterer Überlieferer) hat ihn hinzugefügt.

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4200/Kapitel 42]



  • Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Das Traumgesicht eines Gläubigen ist ein Teil von sechsundvierzig Teilen des Prophetentums."

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4201/Kapitel 42]



    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Wer mich im Traum gesehen hat, der hat mich in Wirklichkeit gesehen; denn der Satan nimmt meine Erscheinungsform nicht an."

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4206/Kapitel 42]



    Abu Qatada, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Wer mich im Traum gesehen hat, der hat die Wahrheit gesehen."

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4208/Kapitel 42]



    Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
    Es wurde gesagt, dass ein Mann zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam und sagte: "O Gesandter Allahs! In dieser Nacht sah ich im Traum, dass aus einer Schattenspendenden Wolke Butterschmalz und Honig tropften, und ich sah, dass die Menschen davon mit ihren bloßen Handflächen auffingen. Einige bekamen viel davon und andere nur wenig. Dann sah ich, dass ein Seil zwischen der Erde und dem Himmel gespannt war. Ich sah dich an diesem festhalten und dann emporsteigen. Danach hielt ein anderer Mann an ihm fest und stieg empor. Noch ein anderer Mann hielt daran fest, und stieg empor. Danach hielt ein anderer Mann an ihm fest, das Seil wurde aber abgerissen, alsdann wurde es wieder verbunden und er stieg empor." Abu Bakr sagte daraufhin: "O Gesandter Allahs, mein Vater möge für dich ein Opfer sein, lass mich bei Allah diesen Traum deuten!" Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Deute ihn!" Da sagte Abu Bakr: "Was die Schattenspendende Wolke angeht, so ist sie der Islam. Das aber an Butterschmalz und Honig abtropfte, ist der Koran, der seine Süße abgibt, von der jeder nehmen kann, ob viel oder wenig. Was das Seil angeht, das zwischen dem Himmel und der Erde gespannt war, so ist es die Wahrheit, auf der du bist, an der du festhältst und mit der dich Allah erhöht. Ein anderer wird daran festhalten und dann dadurch erhöht. Noch ein anderer wird daran festhalten und dann dadurch erhöht. Ein anderer wird daran festhalten und bei diesem wird es dann abreißen, alsdann wieder verbunden sein und er wird dadurch erhöht. Lass mich wissen, O Gesandter Allahs - mein Vater möge für dich ein Opfer sein - ob ich richtig oder falsch gedeutet habe!" Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Einiges hast du richtig und einiges hast du falsch gedeutet." Abu Bakr sagte: "Bei Allah, O Gesandter Allahs, sage mir, was ich falsch gedeutet habe!" Da sagte ihm der Prophet: "Schwöre nicht!"

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4214/Kapitel 42]



    Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
    Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Ich sah im Traum, dass ich von Makka nach einem anderen Land auswanderte, in dem es Palmen gibt. Und es schien mir, dass es Al-Yamama oder Hadschar ist, aber dann war es Al-Madina (Yathrib). Dort habe ich im Traum gesehen, dass ich ein Schwert schüttelte, dessen Oberteil gebrochen wurde; das wurde mit den Gläubigen gedeutet, die am Schlacht von Uhud verletzt wurden. Ich schüttelte das Schwert noch einmal, es wurde diesmal ganz gut. Das war aber die Eroberung und die Solidarität der Gläubigen, die Allah uns verlieh. Ich sah dort auch Kühe - und Allah ist der Ursprung des Guten. Diese waren die Gruppe von den Gläubigen am Uhud -Tag. Es war wirklich das Gute, was Allah uns an Segen und als Belohnung für die Wahrhaftigkeit beschert hat, das Allah nach dem Tage der Schlacht von Badr zuteil kommen ließ."

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4217/Kapitel 42]



    Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
    Zu Lebzeiten des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, begab sich Musailima, der Lügner, nach Madina, Er pflegte zu sagen: "Würde Muhammad mich zu seinem Nachfolger ernennen, dann würde ich ihm folgen." Von einer Menschenmenge von seiner Sippe begleitet kam er in Madina an. Da ging der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu ihm und er nahm Thabit Ibn Qais Ibn Schammas mit. Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, stand Musailima gerade gegenüber und hatte dabei ein Stück Palmenzweig in seiner Hand, während dieser von seinen Leuten umgeben war. Der Prophet sagte ihm: "Würdest du nur dieses Stück von mir verlangen, würde ich es dir nicht geben. Was dich aber angeht, so werde ich um deiner willen den Befehl Allahs nicht übertreten. Und wenn du dich weigerst zu gehorchen, dann wird Allah dich sicherlich vernichten. Und ich sehe, dass genau du es bist, was mir im Traum gezeigt wurde. Und das ist Thabit. Er wird an meiner Stelle auf deine Fragen antworten." Dann ging der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, weg. Ich erkundigte mich nach den Worten des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm: "… dass genau du es bist, was mir im Traum gezeigt wurde." Abu Huraira erzählte mir, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: "Während ich schlief, sah ich, dass in meine Hände zwei Armreifen aus Gold gelegt wurden, die ich verabscheute. Anschließend wurde es mir eingegeben, beide hinwegzupusten. So pustete ich die beiden hinweg, und sie flogen davon. Ich deutete es, das zwei Lügner nach mir in Erscheinung treten werden. Einer von den beiden war Al-`Ansy aus San`a und der andere war Musailima aus Al-Yamama."

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4218/Kapitel 42]



    Samura Ibn Gundab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
    Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, pflegte nach dem Morgengebet sich an uns mit dem Gesicht zu wenden und zu fragen: "Hat einer von euch gestern einen Traum gehabt?"

    [Sahih Muslim, Hadithnr. 4220/Kapitel 42]


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