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Das Sahīh Muslim (arabisch صحيح مسلم / ṣaḥīḥ Muslim) von Muslim ibn al-Haddschādsch (um 820 - 875) ist eine wichtige Hadith-Sammlung. Es gilt nach Sahīh al-Buchārī als das zuverlässigste Hadithbuch und ist eine der sechs kanonischen Hadith-Sammlungen. Ihr Kompilator war ein Schüler von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī. Das Sahīh Muslim „umfasst 7275 Hadithe, d.h. ohne Wiederholungen 4000“.

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Anzahl der Ahadith: : 14   |   Angezeigt: : 1-10   |    Sahih Muslim Index


كِتَاب التَّفْسِيرِ
Das Buch der Erläuterung (Tafsir)


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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Es wurde den Kindern Israel gesagt: „Tretet durch das Tor ein, indem ihr euch niederwerft und sagt: „Hetta (d.h. Vergebung!)“, dass euch eure Missetaten vergeben werden.“ Im Gegenteil sind sie durch das Tor auf ihren Rücken kriechend eingetreten und haben gesagt: „Henta (d.h. Weizen!)““

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5330/Kapitel 55]



Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Allah, Der Allmächtige und Erhabene, sendete Ğibril (Gabriel) zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, regelmäßig kurz vor seinem Tod, bis er starb. Besonders am Tag seines Todes war Ğibril (Gabriel) bei ihm öfter als zuvor.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5331/Kapitel 55]



`Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Tariq Ibn Schihab sagte: „Die Juden sagten zu `Umar: „Ihr rezitiert einen Qur’ananvers. Wäre dieser auf uns herabgesandt worden, hätten wir den Tag seiner Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ `Umar sagte: „Ich weiß, an welchem Ort und an welchem Tag dieser Koranvers herabgesandt wurde, und wo der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, war, als er herabgesandt wurde. Es war am Tag von `Arafa, als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, dort stand.““ Sufyan sagte: „Es ist zu bezweifeln, ob jener Tag Freitag war oder nicht!“ Damit meinte er den Tag, wo der Qur’anvers: »Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.« offenbart wurde.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5332/Kapitel 55]



Der Hadith von `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr:
`Urwa Ibn Az-Zubair berichtete, dass er sie (`A´ischa) über den Qur’anvers fragte, in dem Allah sagte: »Und wenn ihr befürchtet, nicht gerecht hinsichtlich der Waisen zu handeln, dann heiratet, was euch an Frauen gut scheint, zwei, drei oder vier. …« Sie (`A´ischa) sagte zu ihm: „O Sohn meiner Schwester! Es handelt sich dabei um die Waisenmädchen, die sich in der Obhut ihres Fürsorgeberechtigten befinden, und an seinem Vermögen teilhaben. Er begehrt die Heirat mit ihr wegen ihres Vermögens und ihrer Schönheit, und will ungerecht gegen sie sein, indem er eine geringere Brautgabe leistet, als sie ihnen die anderen Männer leisten sollen. Darauf erging das Verbot, dass Waisenmädchen nicht unberechtigterweise verheiratet werden dürfen, es sei denn, ihr Fürsorgeberechtigter ist gerecht gegen sie und leistet ihnen die höchste Brautgabe, die sonst für ihren Stand üblich ist. Anderenfalls erging der Befehl, dass sie (die Männer) was ihnen an Frauen außer den Waisenmädchen gut anstehen. `Urwa sagte: `A´ischa erzählte weiter: Die Leute fragten den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, um Belehrung hinsichtlich der Waisenmädchen, nachdem dieser Qur’anvers offenbart wurde. Darauf offenbarte Allah, Erhaben und Mächtig sei Er, den folgenden Qur’anvers: »Sie fragen dich um Belehrung über die Frauen. Sag: „Allah belehrt euch über sie, und (weiter lehrt,) was euch im Buch verlesen wird über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht gebt, was ihnen vorgeschrieben ist, und die ihr zu heiraten begehrt*, ...« `A´ischa fügte hinzu: Allah meint mit dem Qur’anvers »… was euch im Buch verlesen wird ...« den ersten vorher erwähnten Qur’anvers, in dem Allah sagt: »Und wenn ihr befürchtet, nicht gerecht hinsichtlich der Waisen zu handeln, dann heiratet, was euch an Frauen gut scheint, …« `A´ischa sagte weiter: Was Allah im anderen Qur’anvers sagt: »… und die ihr zu heiraten begehrt*, ...« bedeutet, dass der Fürsorgeberechtigte meistens das Waisenmädchen, das sich in seiner Obhut befindet, und er sie nicht heiraten will, falls sie nicht besonders reich und schön ist. Deshalb erging das Verbot, dass die Waisenmädchen, wegen ihres Vermögens und ihrer Schönheit nicht verheiratet werden dürfen, es sei denn, ihre Brautgaben werden vollständig geleistet.“

* D.h.: und falls ihr sie nicht zu heiraten begehrt, so dürft ihr sie nicht wegen ihres Vermögens von einer anderen Heirat abhalten.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5335/Kapitel 55]



`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der folgende Qur’anvers: »... und wer arm ist, der soll in rechtlicher Weise (davon) zehren. ...« wurde über den Verantwortlichen für den Besitz der Waise offenbart. Dieser sorgt für das Geld der Waise und betreut es. Wenn er arm ist, darf er also davon (vom Besitz der Waise) nehmen, was er zum Essen braucht.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5339/Kapitel 55]



`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Allah, Erhaben und Mächtig sei Er, offenbarte den folgenden Koranvers: »Als sie von oben zu euch kamen und von unten her, und als die Blicke unsicher wurden und die Herzen die Kehle erreichten* ...« am Tag der Schlacht von Al-Khandaq.

* D.h.: vor Angst.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5341/Kapitel 55]



`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der folgende Qur’anvers Allahs, Erhaben sei Er: »Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann Widersetzlichkeit* oder Meidung befürchtet, ...« wurde über diejenige Frau offenbart, die mit ihrem Ehemann lange zusammen lebte; und er sich von ihr scheiden lassen wollte. Daher sagt diese Frau zu ihrem Mann: „Scheide dich nicht von mir! Und ich entbinde dich von deiner Verpflichtung mir gegenüber.“ Deshalb wurde dieser Koranvers offenbart.

* D.h.: Auflehnung gegen die Bestimmung Allahs.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5342/Kapitel 55]



Der Hadith von Ibn `Abbas Allahs Wohlgefallen auf beiden:
Sa`id Ibn Gubair berichtete: Die Bewohner der Stadt Kufa waren über (die Erläuterung) des folgenden Qur’anverses uneinig: »Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, ...« Ich reiste zu Ibn `Abbas und befragte ihn über diesen Qur’anvers. Er antwortete: „Dieser Vers ist einer der letzten offenbarten Verse. Er wurde auch von keinem anderen Vers abrogiert (d.h. aufgehoben oder ersetzt).

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5345/Kapitel 55]



Ibn `Abbas, Allahs Segen und Heil auf beiden, berichtete:
Einige muslimische Menschen begegneten einem Mann mit Kriegsbeute. Er sagte: „Friede sei mit euch.“ Die Muslime aber töteten ihn und nahmen seine Beute an sich. Darauf wurde der folgende Koranvers offenbart: »... und sagt nicht zu einem, der euch Frieden anbietet*: „Du bist nicht gläubig", ...« Ibn `Abbas aber sprach das Wort so aus: As-Salaam (السلام) anstatt As-Salam (السلم).

* Oder: der euch den Heilsgruß (Friedensgruß) „as-salamu 'alaikum" entbietet.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5350/Kapitel 55]



Al-Bara´, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Die Ansar (die muslimischen Helfer aus Madina) pflegten, nachdem sie die Pilgerfahrt vollzogen und zurückkehrten, die Häuser von der Rückseite zu betreten. Einmal ging ein Mann von den Ansar ins Haus durch seine Tür hinein. Da wurde ihm gesagt: „Warum gingst du durch die Tür ins Haus hinein im Gegenteil zu uns?“ Darauf wurde der folgende Qur’anvers offenbart: »... Und nicht darin besteht die Frömmigkeit*, dass ihr von der Rückseite in die Häuser kommt. ...«

* Wörtlich: Güte.

[Sahih Muslim, Hadithnr. 5351/Kapitel 55]



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