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Sahīh al-Buchārī (arabisch صحيح البخاري, DMG Ṣaḥīḥ al-Buḫārī) von Imam Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buchārī (gest. 870). Der korrekte Werktitel ist al-Dschāmiʿ as-sahīh / الجامع الصحيح / al-Ǧāmiʿ aṣ-ṣaḥīḥ / ‚Das umfassende Gesunde‘. Das Werk steht an erster Stelle der kanonischen sechs Hadith-Sammlungen und genießt bis heute im Islam höchste Wertschätzung. Hinsichtlich seiner Autorität steht es hier direkt hinter dem Koran.

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Hadith-Nr.:
Anzahl der Ahadith: : 7   |   Angezeigt: : 1-7   |    Al-Buchari Index


كِتَاب بَدْءُ الْوَحْيِ
Vom Beginn der Offenbarung


1.) حَدَّثَنَا الْحُمَيْدِيُّ عَبْدُ اللَّهِ بْنُ الزُّبَيْرِ، قَالَ حَدَّثَنَا سُفْيَانُ، قَالَ حَدَّثَنَا يَحْيَى بْنُ سَعِيدٍ الأَنْصَارِيُّ، قَالَ أَخْبَرَنِي مُحَمَّدُ بْنُ إِبْرَاهِيمَ التَّيْمِيُّ، أَنَّهُ سَمِعَ عَلْقَمَةَ بْنَ وَقَّاصٍ اللَّيْثِيَّ، يَقُولُ سَمِعْتُ عُمَرَ بْنَ الْخَطَّابِ ـ رضى الله عنه ـ عَلَى الْمِنْبَرِ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم يَقُولُ ‏ "‏ إِنَّمَا الأَعْمَالُ بِالنِّيَّاتِ، وَإِنَّمَا لِكُلِّ امْرِئٍ مَا نَوَى، فَمَنْ كَانَتْ هِجْرَتُهُ إِلَى دُنْيَا يُصِيبُهَا أَوْ إِلَى امْرَأَةٍ يَنْكِحُهَا فَهِجْرَتُهُ إِلَى مَا هَاجَرَ إِلَيْهِ ‏"‏‏.‏

ʿUmar ibn al-Khattab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, überlieferte:
„Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: ‚Die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen (gebührt), was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und seines Gesandten Willen unternahm, dessen Auswanderung war für Allah und dessen Gesandten, und wer seine Auswanderung unternahm, um im Diesseits etwas zu erreichen oder um eine Frau zu heiraten, dessen Auswanderung war für das, dessentwegen er auswanderte.1‘“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 1]


1) Der Prophet, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, sagte dies anlässlich der Auswanderung eines Mannes von Mekka nach Al-Madina, nicht um der islamischen Sache willen, sondern um eine Frau zu heiraten, die verlangt hatte, dass er auswandern sollte, wenn er sie heiraten wollte. Wie auch immer, dieser Hadith impliziert ein allgemeines Prinzip, d.h., man wird für seine Taten entsprechend seiner wahren Absichten belohnt und nicht entsprechend seiner tatsächlichen Taten, die an sich gut sein könnten, aber durch eine schlechte Absicht motiviert waren.


2.) حَدَّثَنَا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ يُوسُفَ قَالَ أَخْبَرَنَا مَالِكٌ عَنْ هِشَامِ بْنِ عُرْوَةَ عَنْ أَبِيهِ عَنْ عَائِشَةَ أُمِّ الْمُؤْمِنِينَ - رضى الله عنها – أَنَّ الْحَارِثَ بْنَ هِشَامٍ - رضى الله عنه - سَأَلَ رَسُولَ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - فَقَالَ يَا رَسُولَ اللَّهِ كَيْفَ يَأْتِيكَ الْوَحْىُ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - « أَحْيَانًا يَأْتِينِى مِثْلَ صَلْصَلَةِ الْجَرَسِ - وَهُوَ أَشَدُّهُ عَلَىَّ - فَيُفْصَمُ عَنِّى وَقَدْ وَعَيْتُ عَنْهُ مَا قَالَ ، وَأَحْيَانًا يَتَمَثَّلُ لِىَ الْمَلَكُ رَجُلاً فَيُكَلِّمُنِى فَأَعِى مَا يَقُولُ » . قَالَتْ عَائِشَةُ رضى الله عنها وَلَقَدْ رَأَيْتُهُ يَنْزِلُ عَلَيْهِ الْوَحْىُ فِى الْيَوْمِ الشَّدِيدِ الْبَرْدِ ، فَيَفْصِمُ عَنْهُ وَإِنَّ جَبِينَهُ لَيَتَفَصَّدُ عَرَقًا .

ʿAʾischa, Mutter der Gläubigen1, Allahs Wohlgefallen auf ihr, überlieferte:
„Al-Harith Ibn Hischam, Allahs Wohlgefallen auf ihm, fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, indem er sagte: ‚O Gesandter Allahs, wie kommt die Offenbarung zu dir?‘ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: ‚Manchmal kommt sie zu mir wie der Klang einer Glocke, und dies ist für mich die schwerste Art, er Jibril (Gabriel) verlässt mich dann, wenn ich alles, was er sagte, in meinem Gedächtnis bewahrt habe. Manchmal erscheint der Engel vor mir in der Gestalt eines Mannes und spricht zu mir, und ich bewahre in meinem Gedächtnis, was er sagt.‘“ ʿAʾischa sagte: „Und ich habe ihn im Zustand gesehen, als die Offenbarung zu ihm kam: an einem sehr kalten Tag lief der Schweiß von seiner Stirn herunter, als er (der Engel) ihn verließ.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 2]


1) Allah nennt die Frauen des Propheten, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, "die Mütter der Gläubigen", indem die Gläubigen Respekt und Ehrfurcht zeigen sollten, und keinem der Gläubigen war es erlaubt, eine von ihnen nach dem Tod des Propheten zu heiraten. [Siehe Qurʾān 33:6]


3.) حَدَّثَنَا يَحْيَى بْنُ بُكَيْرٍ قَالَ حَدَّثَنَا اللَّيْثُ عَنْ عُقَيْلٍ عَنِ ابْنِ شِهَابٍ عَنْ عُرْوَةَ بْنِ الزُّبَيْرِ عَنْ عَائِشَةَ أُمِّ الْمُؤْمِنِينَ أَنَّهَا قَالَتْ أَوَّلُ مَا بُدِئَ بِهِ رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - مِنَ الْوَحْىِ الرُّؤْيَا الصَّالِحَةُ فِى النَّوْمِ ، فَكَانَ لاَ يَرَى رُؤْيَا إِلاَّ جَاءَتْ مِثْلَ فَلَقِ الصُّبْحِ ، ثُمَّ حُبِّبَ إِلَيْهِ الْخَلاَءُ ، وَكَانَ يَخْلُو بِغَارِ حِرَاءٍ فَيَتَحَنَّثُ فِيهِ - وَهُوَ التَّعَبُّدُ - اللَّيَالِىَ ذَوَاتِ الْعَدَدِ قَبْلَ أَنْ يَنْزِعَ إِلَى أَهْلِهِ ، وَيَتَزَوَّدُ لِذَلِكَ ، ثُمَّ يَرْجِعُ إِلَى خَدِيجَةَ ، فَيَتَزَوَّدُ لِمِثْلِهَا ، حَتَّى جَاءَهُ الْحَقُّ وَهُوَ فِى غَارِ حِرَاءٍ ، فَجَاءَهُ الْمَلَكُ فَقَالَ اقْرَأْ . قَالَ « مَا أَنَا بِقَارِئٍ » . قَالَ « فَأَخَذَنِى فَغَطَّنِى حَتَّى بَلَغَ مِنِّى الْجَهْدَ ، ثُمَّ أَرْسَلَنِى فَقَالَ اقْرَأْ . قُلْتُ مَا أَنَا بِقَارِئٍ . فَأَخَذَنِى فَغَطَّنِى الثَّانِيَةَ حَتَّى بَلَغَ مِنِّى الْجَهْدَ ، ثُمَّ أَرْسَلَنِى فَقَالَ اقْرَأْ . فَقُلْتُ مَا أَنَا بِقَارِئٍ . فَأَخَذَنِى فَغَطَّنِى الثَّالِثَةَ ، ثُمَّ أَرْسَلَنِى فَقَالَ ( اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ الَّذِى خَلَقَ * خَلَقَ الإِنْسَانَ مِنْ عَلَقٍ * اقْرَأْ وَرَبُّكَ الأَكْرَمُ ) » . فَرَجَعَ بِهَا رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - يَرْجُفُ فُؤَادُهُ ، فَدَخَلَ عَلَى خَدِيجَةَ بِنْتِ خُوَيْلِدٍ رضى الله عنها فَقَالَ « زَمِّلُونِى زَمِّلُونِى » . فَزَمَّلُوهُ حَتَّى ذَهَبَ عَنْهُ الرَّوْعُ ، فَقَالَ لِخَدِيجَةَ وَأَخْبَرَهَا الْخَبَرَ « لَقَدْ خَشِيتُ عَلَى نَفْسِى » . فَقَالَتْ خَدِيجَةُ كَلاَّ وَاللَّهِ مَا يُخْزِيكَ اللَّهُ أَبَدًا ، إِنَّكَ لَتَصِلُ الرَّحِمَ ، وَتَحْمِلُ الْكَلَّ ، وَتَكْسِبُ الْمَعْدُومَ ، وَتَقْرِى الضَّيْفَ ، وَتُعِينُ عَلَى نَوَائِبِ الْحَقِّ . فَانْطَلَقَتْ بِهِ خَدِيجَةُ حَتَّى أَتَتْ بِهِ وَرَقَةَ بْنَ نَوْفَلِ بْنِ أَسَدِ بْنِ عَبْدِ الْعُزَّى ابْنَ عَمِّ خَدِيجَةَ - وَكَانَ امْرَأً تَنَصَّرَ فِى الْجَاهِلِيَّةِ ، وَكَانَ يَكْتُبُ الْكِتَابَ الْعِبْرَانِىَّ ، فَيَكْتُبُ مِنَ الإِنْجِيلِ بِالْعِبْرَانِيَّةِ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ يَكْتُبَ ، وَكَانَ شَيْخًا كَبِيرًا قَدْ عَمِىَ - فَقَالَتْ لَهُ خَدِيجَةُ يَا ابْنَ عَمِّ اسْمَعْ مِنَ ابْنِ أَخِيكَ . فَقَالَ لَهُ وَرَقَةُ يَا ابْنَ أَخِى مَاذَا تَرَى فَأَخْبَرَهُ رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - خَبَرَ مَا رَأَى . فَقَالَ لَهُ وَرَقَةُ هَذَا النَّامُوسُ الَّذِى نَزَّلَ اللَّهُ عَلَى مُوسَى - صلى الله عليه وسلم - يَا لَيْتَنِى فِيهَا جَذَعًا ، لَيْتَنِى أَكُونُ حَيًّا إِذْ يُخْرِجُكَ قَوْمُكَ . فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - « أَوَمُخْرِجِىَّ هُمْ » . قَالَ نَعَمْ ، لَمْ يَأْتِ رَجُلٌ قَطُّ بِمِثْلِ مَا جِئْتَ بِهِ إِلاَّ عُودِىَ ، وَإِنْ يُدْرِكْنِى يَوْمُكَ أَنْصُرْكَ نَصْرًا مُؤَزَّرًا . ثُمَّ لَمْ يَنْشَبْ وَرَقَةُ أَنْ تُوُفِّىَ وَفَتَرَ الْوَحْىُ .

ʿAʾischa, Mutter der Gläubigen, Allahs Wohlgefallen auf ihr, überlieferte:
„Das erste, mit dem der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, die Offenbarung begann, war das wahrhaftige Traumgesicht während des Schlafs, er hatte keinen Traum gesehen, der sich nicht wie das Morgenlicht bewahrheitet hat. Danach wurde ihm (von Allah) die Einsamkeit lieb gemacht. Dazu wählte er die Berghöhle von Hiraʾ, in die er sich gewöhnlich für mehrere Nächte zurückzog und Allahs Nähe suchte - eine Art Gottesverehrung. Anschließend begab er sich zu seiner Familie und kümmerte sich um die Versorgung der nächsten Runde, er kehrte dann abermals zu Chadidscha zurück, um sich für ähnliche Versorgung vorzubereiten. (Und dies geschah so weiter,) bis die Wahrheit zu ihm kam, während er sich in der Berghöhle von Hiraʾ aufhielt. Dort kam der Engel zu ihm und sagte: „Lies!“ Darauf sagte er: „Ich kann nicht lesen.“ (Der Prophet berichtete davon, indem) er sagte: „Da ergriff er mich und drückte mich bis zu meiner Erschöpfung, ließ mich dann los und sagte erneut: „Lies!“ Ich sagte (wieder): „Ich kann nicht lesen.“ Da ergriff er mich und drückte mich zum zweiten Male bis zur Erschöpfung, ließ mich dann los und sagte: „Lies!"“ Ich sagte: „Ich kann nicht lesen“, dann ergriff er mich und drückte mich zum dritten Mal, alsdann ließ er mich los und sagte: »„Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. Lies, und dein Herr ist der Edelste, ...“«“ [Qurʾān 96:1-3]
Mit diesen Ayah (Versen) kehrte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mit einem bebenden Herzen zurück. Dann trat er bei (seiner Frau) Chadidscha Bint Chuwailid, Allahs Wohlgefallen auf ihr, ein und sagte: „Hüllt mich ein, hüllt mich ein!“ Sie hüllten ihn ein, bis die Furcht von ihm abließ. Hier dann erzählte er Chadidscha und berichtete ihr von dem Ereignis: „Ich bangte um mein Leben.“ Darauf sagte Chadidscha: „Niemals wirst du bei Allah eine Schande erleben denn du bist wahrlich derjenige, der die Verwandtschaftsbande pflegt, dem Schwachen hilft, dem Mittellosen gibt, den Gast freundlich aufnimmt und dem Notleidenden unter die Arme greift.“ Chadidscha verließ dann mit ihm das Haus und ging zu dem Sohn ihres Onkels, Waraqa Ibn Naufal Ibn Assad Ibn ʿAbdu-l-ʿUzza, der in der Dschahiliyya zum Christentum übergetreten war, er beherrschte die hebräische Sprache und pflegte - solange es Allah wollte, aus dem Evangelium in hebräischer Sprache abzuschreiben - er war ein Greis, der später erblindet ist. Chadidscha sagte zu ihm: „O Sohn meines Onkels, höre von dem Sohn deines Bruders, was er sagt!“ Waraqa sagte dann zu ihm: „O Sohn meines Bruders, was bringst du mit?“ Hier berichtete ihm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, was er gesehen hatte. Da sagte Waraqa zu ihm: „Das ist die Botschaft (arab.: Namus: auch Jibril,) wie sie Allah auch Moses offenbarte. Ich wünsche mir, ich wäre jung genug, um solange am Leben zu bleiben, um es zu erleben, wenn dich deine Leute vertreiben!“ Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Werden sie mich wirklich vertreiben?“ Waraqa erwiderte: „Ja! Kein Mensch war mit Ähnlichem gekommen, wie du es gebracht hast, ohne dass er (mit seinem Volke) angefeindet wurde. Wenn ich an diesem deinem Tag noch am Leben bin, werde ich dich mit aller Kraft unterstützen.“ Es dauerte aber nicht mehr lange, da starb Waraqa, und der Empfang von weiteren Offenbarungen erlebte für eine Weile einen Stillstand.“1

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 3]


1) Vgl. Hadith Nr. 6982, der das Ende des Berichts von ʿAʾischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, enthält)


4.) قَالَ ابْنُ شِهَابٍ وَأَخْبَرَنِى أَبُو سَلَمَةَ بْنُ عَبْدِ الرَّحْمَنِ أَنَّ جَابِرَ بْنَ عَبْدِ اللَّهِ الأَنْصَارِىَّ قَالَ - وَهُوَ يُحَدِّثُ عَنْ فَتْرَةِ الْوَحْىِ فَقَالَ - فِى حَدِيثِهِ « بَيْنَا أَنَا أَمْشِى إِذْ سَمِعْتُ صَوْتًا مِنَ السَّمَاءِ ، فَرَفَعْتُ بَصَرِى فَإِذَا الْمَلَكُ الَّذِى جَاءَنِى بِحِرَاءٍ جَالِسٌ عَلَى كُرْسِىٍّ بَيْنَ السَّمَاءِ وَالأَرْضِ ، فَرُعِبْتُ مِنْهُ ، فَرَجَعْتُ فَقُلْتُ زَمِّلُونِى . فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى ( يَا أَيُّهَا الْمُدَّثِّرُ * قُمْ فَأَنْذِرْ ) إِلَى قَوْلِهِ ( وَالرُّجْزَ فَاهْجُرْ ) فَحَمِىَ الْوَحْىُ وَتَتَابَعَ » . تَابَعَهُ عَبْدُ اللَّهِ بْنُ يُوسُفَ وَأَبُو صَالِحٍ . وَتَابَعَهُ هِلاَلُ بْنُ رَدَّادٍ عَنِ الزُّهْرِىِّ . وَقَالَ يُونُسُ وَمَعْمَرٌ « بَوَادِرُهُ » .

Jabir Ibn ʿAbdallāh Al-Ansary, Allahs Wohlgefallen auf ihm, überlieferte - indem er von der Zeit erzählte, in der der Empfang von weiteren Offenbarungen für eine Weile einen Stillstand erlebte:
„(Der Prophet) sagte in seinem Bericht: Als ich unterwegs war, hörte ich eine Stimme vom Himmel, ich richtete meinen Blick nach oben und sah, dass der Engel, der mir in der Berghöhle von Hiraʾ erschienen war, auf einem Stuhl zwischen dem Himmel und der Erde saß. Ich erschrak vor ihm, kehrte zurück und sagte: „Hüllt mich ein, hüllt mich ein."“ Darauf sandte Allah, der Erhabene folgende Worte herab: »"O du Zugedeckter, stehe auf und warne; und deinen Herrn, Den preise als den Größten, und deine Gewänder, die reinige, und die (Unreinheit des) Götzen(dienstes)1, die meide, ...“« [Qurʾān 74:1-5]
Danach ging es mit der Offenbarung zügig und ohne Unterbrechungen weiter.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 4]


1) Auch: die Sünde; oder: was Allahs Strafe zur Folge hat.


5.) حَدَّثَنَا مُوسَى بْنُ إِسْمَاعِيلَ، قَالَ حَدَّثَنَا أَبُو عَوَانَةَ، قَالَ حَدَّثَنَا مُوسَى بْنُ أَبِي عَائِشَةَ، قَالَ حَدَّثَنَا سَعِيدُ بْنُ جُبَيْرٍ، عَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ، فِي قَوْلِهِ تَعَالَى ‏{‏لاَ تُحَرِّكْ بِهِ لِسَانَكَ لِتَعْجَلَ بِهِ‏}‏ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم يُعَالِجُ مِنَ التَّنْزِيلِ شِدَّةً، وَكَانَ مِمَّا يُحَرِّكُ شَفَتَيْهِ ـ فَقَالَ ابْنُ عَبَّاسٍ فَأَنَا أُحَرِّكُهُمَا لَكُمْ كَمَا كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم يُحَرِّكُهُمَا‏.‏ وَقَالَ سَعِيدٌ أَنَا أُحَرِّكُهُمَا كَمَا رَأَيْتُ ابْنَ عَبَّاسٍ يُحَرِّكُهُمَا‏.‏ فَحَرَّكَ شَفَتَيْهِ ـ فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى ‏{‏لاَ تُحَرِّكْ بِهِ لِسَانَكَ لِتَعْجَلَ بِهِ* إِنَّ عَلَيْنَا جَمْعَهُ وَقُرْآنَهُ‏}‏ قَالَ جَمْعُهُ لَهُ فِي صَدْرِكَ، وَتَقْرَأَهُ ‏{‏فَإِذَا قَرَأْنَاهُ فَاتَّبِعْ قُرْآنَهُ‏}‏ قَالَ فَاسْتَمِعْ لَهُ وَأَنْصِتْ ‏{‏ثُمَّ إِنَّ عَلَيْنَا بَيَانَهُ‏}‏ ثُمَّ إِنَّ عَلَيْنَا أَنْ تَقْرَأَهُ‏.‏ فَكَانَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم بَعْدَ ذَلِكَ إِذَا أَتَاهُ جِبْرِيلُ اسْتَمَعَ، فَإِذَا انْطَلَقَ جِبْرِيلُ قَرَأَهُ النَّبِيُّ صلى الله عليه وسلم كَمَا قَرَأَهُ‏.

Ibn ʿAbbās, Allahs Wohlgefallen auf ihn, sagte bei der Erläuterung der Aussage Allahs ‚Bewege deine Zunge nicht bezüglich (des Qurʾān), um dich damit zu beeilen.‘ (75:16) folgendes: „Allahs Gesandter, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, pflegte die Offenbarung mit großer Mühe zu ertragen und pflegte seine Lippen (schnell) zu bewegen.“ Ibn ʿAbbās bewegte seine Lippen und sagte: „Ich bewege meine Lippen vor dir, wie Allahs Gesandter, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, die seinen zu bewegen pflegte.“ Saʿīd bewegte seine Lippen und sagte: „Ich bewege meine Lippen, wie ich Ibn ʿAbbās seine bewegen sah.“ Ibn ʿAbbās fügte hinzu: „So offenbarte Allah: ‚Bewege deine Zunge nicht über (den Qurʾān), um dich damit zu beeilen. Es ist Uns vorbehalten, ihn zu sammeln und dir (o Muhammad) die Fähigkeit zu geben, ihn (den Qurʾān) zu rezitieren‘ (75:16-17), was bedeutet, dass Allah ihn (den Propheten) dazu bringen wird, sich den Teil des Qurʾān, der zu dieser Zeit offenbart wurde, auswendig zu merken und ihn zu rezitieren. Die Aussage von Allah: ‚Und wenn Wir ihn dir (o Muhammad durch Gabriel) rezitiert haben, dann folge seinem (Qurʾān) Vortrag‘ (75:18) bedeutet: ‚Höre ihn und sei still.‘ Dann ist es an Uns (Allah), ihn euch klar zu machen‘ (75:19) bedeutet: ‚Dann ist es (an Allah), euch ihn rezitieren zu lassen (und seine Bedeutung wird von selbst durch eure Zunge klar werden). Danach pflegte der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, Gabriel zuzuhören, wann immer er kam, und nach seinem Weggang pflegte er es zu rezitieren, wie Gabriel es rezitiert hatte.‘

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 5]


6.) حَدَّثَنَا عَبْدَانُ قَالَ أَخْبَرَنَا عَبْدُ اللَّهِ قَالَ أَخْبَرَنَا يُونُسُ عَنِ الزُّهْرِىِّ ح وَحَدَّثَنَا بِشْرُ بْنُ مُحَمَّدٍ قَالَ أَخْبَرَنَا عَبْدُ اللَّهِ قَالَ أَخْبَرَنَا يُونُسُ وَمَعْمَرٌ عَنِ الزُّهْرِىِّ نَحْوَهُ قَالَ أَخْبَرَنِى عُبَيْدُ اللَّهِ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ عَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ قَالَ : كَانَ رَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - أَجْوَدَ النَّاسِ ، وَكَانَ أَجْوَدُ مَا يَكُونُ فِى رَمَضَانَ حِينَ يَلْقَاهُ جِبْرِيلُ ، وَكَانَ يَلْقَاهُ فِى كُلِّ لَيْلَةٍ مِنْ رَمَضَانَ فَيُدَارِسُهُ الْقُرْآنَ ، فَلَرَسُولُ اللَّهِ - صلى الله عليه وسلم - أَجْوَدُ بِالْخَيْرِ مِنَ الرِّيحِ الْمُرْسَلَة .

Ibn ʿAbbas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, überlieferte:
„Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, war der Großzügigste unter allen Menschen, und den Höhepunkt seiner Großzügigkeit erreichte er im Ramadan, wenn ihm Jibril (Gabriel) begegnete. Diese Begegnung mit ihm fand in jeder Ramadan-Nacht statt, denn Jibril (Gabriel) pflegte ihn zu jener Zeit im Qurʾān zu unterweisen. Wahrlich, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, war mit dem Hergeben von guten Dingen schneller als der unhaltbare Wind.“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 6]


7.) حَدَّثَنَا أَبُو الْيَمَانِ الْحَكَمُ بْنُ نَافِعٍ، قَالَ أَخْبَرَنَا شُعَيْبٌ، عَنِ الزُّهْرِيِّ، قَالَ أَخْبَرَنِي عُبَيْدُ اللَّهِ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عُتْبَةَ بْنِ مَسْعُودٍ، أَنَّ عَبْدَ اللَّهِ بْنَ عَبَّاسٍ، أَخْبَرَهُ أَنَّ أَبَا سُفْيَانَ بْنَ حَرْبٍ أَخْبَرَهُ أَنَّ هِرَقْلَ أَرْسَلَ إِلَيْهِ فِي رَكْبٍ مِنْ قُرَيْشٍ ـ وَكَانُوا تُجَّارًا بِالشَّأْمِ ـ فِي الْمُدَّةِ الَّتِي كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم مَادَّ فِيهَا أَبَا سُفْيَانَ وَكُفَّارَ قُرَيْشٍ، فَأَتَوْهُ وَهُمْ بِإِيلِيَاءَ فَدَعَاهُمْ فِي مَجْلِسِهِ، وَحَوْلَهُ عُظَمَاءُ الرُّومِ ثُمَّ دَعَاهُمْ وَدَعَا بِتَرْجُمَانِهِ فَقَالَ أَيُّكُمْ أَقْرَبُ نَسَبًا بِهَذَا الرَّجُلِ الَّذِي يَزْعُمُ أَنَّهُ نَبِيٌّ فَقَالَ أَبُو سُفْيَانَ فَقُلْتُ أَنَا أَقْرَبُهُمْ نَسَبًا‏.‏ فَقَالَ أَدْنُوهُ مِنِّي، وَقَرِّبُوا أَصْحَابَهُ، فَاجْعَلُوهُمْ عِنْدَ ظَهْرِهِ‏.‏ ثُمَّ قَالَ لِتَرْجُمَانِهِ قُلْ لَهُمْ إِنِّي سَائِلٌ هَذَا عَنْ هَذَا الرَّجُلِ، فَإِنْ كَذَبَنِي فَكَذِّبُوهُ‏.‏ فَوَاللَّهِ لَوْلاَ الْحَيَاءُ مِنْ أَنْ يَأْثِرُوا عَلَىَّ كَذِبًا لَكَذَبْتُ عَنْهُ، ثُمَّ كَانَ أَوَّلَ مَا سَأَلَنِي عَنْهُ أَنْ قَالَ كَيْفَ نَسَبُهُ فِيكُمْ قُلْتُ هُوَ فِينَا ذُو نَسَبٍ‏.‏ قَالَ فَهَلْ قَالَ هَذَا الْقَوْلَ مِنْكُمْ أَحَدٌ قَطُّ قَبْلَهُ قُلْتُ لاَ‏.‏ قَالَ فَهَلْ كَانَ مِنْ آبَائِهِ مِنْ مَلِكٍ قُلْتُ لاَ‏.‏ قَالَ فَأَشْرَافُ النَّاسِ يَتَّبِعُونَهُ أَمْ ضُعَفَاؤُهُمْ فَقُلْتُ بَلْ ضُعَفَاؤُهُمْ‏.‏ قَالَ أَيَزِيدُونَ أَمْ يَنْقُصُونَ قُلْتُ بَلْ يَزِيدُونَ‏.‏ قَالَ فَهَلْ يَرْتَدُّ أَحَدٌ مِنْهُمْ سَخْطَةً لِدِينِهِ بَعْدَ أَنْ يَدْخُلَ فِيهِ قُلْتُ لاَ‏.‏ قَالَ فَهَلْ كُنْتُمْ تَتَّهِمُونَهُ بِالْكَذِبِ قَبْلَ أَنْ يَقُولَ مَا قَالَ قُلْتُ لاَ‏.‏ قَالَ فَهَلْ يَغْدِرُ قُلْتُ لاَ، وَنَحْنُ مِنْهُ فِي مُدَّةٍ لاَ نَدْرِي مَا هُوَ فَاعِلٌ فِيهَا‏.‏ قَالَ وَلَمْ تُمْكِنِّي كَلِمَةٌ أُدْخِلُ فِيهَا شَيْئًا غَيْرُ هَذِهِ الْكَلِمَةِ‏.‏ قَالَ فَهَلْ قَاتَلْتُمُوهُ قُلْتُ نَعَمْ‏.‏ قَالَ فَكَيْفَ كَانَ قِتَالُكُمْ إِيَّاهُ قُلْتُ الْحَرْبُ بَيْنَنَا وَبَيْنَهُ سِجَالٌ، يَنَالُ مِنَّا وَنَنَالُ مِنْهُ‏.‏ قَالَ مَاذَا يَأْمُرُكُمْ قُلْتُ يَقُولُ اعْبُدُوا اللَّهَ وَحْدَهُ، وَلاَ تُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا، وَاتْرُكُوا مَا يَقُولُ آبَاؤُكُمْ، وَيَأْمُرُنَا بِالصَّلاَةِ وَالصِّدْقِ وَالْعَفَافِ وَالصِّلَةِ‏.‏ فَقَالَ لِلتَّرْجُمَانِ قُلْ لَهُ سَأَلْتُكَ عَنْ نَسَبِهِ، فَذَكَرْتَ أَنَّهُ فِيكُمْ ذُو نَسَبٍ، فَكَذَلِكَ الرُّسُلُ تُبْعَثُ فِي نَسَبِ قَوْمِهَا، وَسَأَلْتُكَ هَلْ قَالَ أَحَدٌ مِنْكُمْ هَذَا الْقَوْلَ فَذَكَرْتَ أَنْ لاَ، فَقُلْتُ لَوْ كَانَ أَحَدٌ قَالَ هَذَا الْقَوْلَ قَبْلَهُ لَقُلْتُ رَجُلٌ يَأْتَسِي بِقَوْلٍ قِيلَ قَبْلَهُ، وَسَأَلْتُكَ هَلْ كَانَ مِنْ آبَائِهِ مِنْ مَلِكٍ فَذَكَرْتَ أَنْ لاَ، قُلْتُ فَلَوْ كَانَ مِنْ آبَائِهِ مِنْ مَلِكٍ قُلْتُ رَجُلٌ يَطْلُبُ مُلْكَ أَبِيهِ، وَسَأَلْتُكَ هَلْ كُنْتُمْ تَتَّهِمُونَهُ بِالْكَذِبِ قَبْلَ أَنْ يَقُولَ مَا قَالَ فَذَكَرْتَ أَنْ لاَ، فَقَدْ أَعْرِفُ أَنَّهُ لَمْ يَكُنْ لِيَذَرَ الْكَذِبَ عَلَى النَّاسِ وَيَكْذِبَ عَلَى اللَّهِ، وَسَأَلْتُكَ أَشْرَافُ النَّاسِ اتَّبَعُوهُ أَمْ ضُعَفَاؤُهُمْ فَذَكَرْتَ أَنَّ ضُعَفَاءَهُمُ اتَّبَعُوهُ، وَهُمْ أَتْبَاعُ الرُّسُلِ، وَسَأَلْتُكَ أَيَزِيدُونَ أَمْ يَنْقُصُونَ فَذَكَرْتَ أَنَّهُمْ يَزِيدُونَ، وَكَذَلِكَ أَمْرُ الإِيمَانِ حَتَّى يَتِمَّ، وَسَأَلْتُكَ أَيَرْتَدُّ أَحَدٌ سَخْطَةً لِدِينِهِ بَعْدَ أَنْ يَدْخُلَ فِيهِ فَذَكَرْتَ أَنْ لاَ، وَكَذَلِكَ الإِيمَانُ حِينَ تُخَالِطُ بَشَاشَتُهُ الْقُلُوبَ، وَسَأَلْتُكَ هَلْ يَغْدِرُ فَذَكَرْتَ أَنْ لاَ، وَكَذَلِكَ الرُّسُلُ لاَ تَغْدِرُ، وَسَأَلْتُكَ بِمَا يَأْمُرُكُمْ، فَذَكَرْتَ أَنَّهُ يَأْمُرُكُمْ أَنْ تَعْبُدُوا اللَّهَ، وَلاَ تُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا، وَيَنْهَاكُمْ عَنْ عِبَادَةِ الأَوْثَانِ، وَيَأْمُرُكُمْ بِالصَّلاَةِ وَالصِّدْقِ وَالْعَفَافِ‏.‏ فَإِنْ كَانَ مَا تَقُولُ حَقًّا فَسَيَمْلِكُ مَوْضِعَ قَدَمَىَّ هَاتَيْنِ، وَقَدْ كُنْتُ أَعْلَمُ أَنَّهُ خَارِجٌ، لَمْ أَكُنْ أَظُنُّ أَنَّهُ مِنْكُمْ، فَلَوْ أَنِّي أَعْلَمُ أَنِّي أَخْلُصُ إِلَيْهِ لَتَجَشَّمْتُ لِقَاءَهُ، وَلَوْ كُنْتُ عِنْدَهُ لَغَسَلْتُ عَنْ قَدَمِهِ‏.‏ ثُمَّ دَعَا بِكِتَابِ رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم الَّذِي بَعَثَ بِهِ دِحْيَةُ إِلَى عَظِيمِ بُصْرَى، فَدَفَعَهُ إِلَى هِرَقْلَ فَقَرَأَهُ فَإِذَا فِيهِ بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ‏.‏ مِنْ مُحَمَّدٍ عَبْدِ اللَّهِ وَرَسُولِهِ إِلَى هِرَقْلَ عَظِيمِ الرُّومِ‏.‏ سَلاَمٌ عَلَى مَنِ اتَّبَعَ الْهُدَى، أَمَّا بَعْدُ فَإِنِّي أَدْعُوكَ بِدِعَايَةِ الإِسْلاَمِ، أَسْلِمْ تَسْلَمْ، يُؤْتِكَ اللَّهُ أَجْرَكَ مَرَّتَيْنِ، فَإِنْ تَوَلَّيْتَ فَإِنَّ عَلَيْكَ إِثْمَ الأَرِيسِيِّينَ وَ‏{‏يَا أَهْلَ الْكِتَابِ تَعَالَوْا إِلَى كَلِمَةٍ سَوَاءٍ بَيْنَنَا وَبَيْنَكُمْ أَنْ لاَ نَعْبُدَ إِلاَّ اللَّهَ وَلاَ نُشْرِكَ بِهِ شَيْئًا وَلاَ يَتَّخِذَ بَعْضُنَا بَعْضًا أَرْبَابًا مِنْ دُونِ اللَّهِ فَإِنْ تَوَلَّوْا فَقُولُوا اشْهَدُوا بِأَنَّا مُسْلِمُونَ‏}‏ قَالَ أَبُو سُفْيَانَ فَلَمَّا قَالَ مَا قَالَ، وَفَرَغَ مِنْ قِرَاءَةِ الْكِتَابِ كَثُرَ عِنْدَهُ الصَّخَبُ، وَارْتَفَعَتِ الأَصْوَاتُ وَأُخْرِجْنَا، فَقُلْتُ لأَصْحَابِي حِينَ أُخْرِجْنَا لَقَدْ أَمِرَ أَمْرُ ابْنِ أَبِي كَبْشَةَ، إِنَّهُ يَخَافُهُ مَلِكُ بَنِي الأَصْفَرِ‏.‏ فَمَا زِلْتُ مُوقِنًا أَنَّهُ سَيَظْهَرُ حَتَّى أَدْخَلَ اللَّهُ عَلَىَّ الإِسْلاَمَ‏.‏ وَكَانَ ابْنُ النَّاظُورِ صَاحِبُ إِيلِيَاءَ وَهِرَقْلَ سُقُفًّا عَلَى نَصَارَى الشَّأْمِ، يُحَدِّثُ أَنَّ هِرَقْلَ حِينَ قَدِمَ إِيلِيَاءَ أَصْبَحَ يَوْمًا خَبِيثَ النَّفْسِ، فَقَالَ بَعْضُ بَطَارِقَتِهِ قَدِ اسْتَنْكَرْنَا هَيْئَتَكَ‏.‏ قَالَ ابْنُ النَّاظُورِ وَكَانَ هِرَقْلُ حَزَّاءً يَنْظُرُ فِي النُّجُومِ، فَقَالَ لَهُمْ حِينَ سَأَلُوهُ إِنِّي رَأَيْتُ اللَّيْلَةَ حِينَ نَظَرْتُ فِي النُّجُومِ مَلِكَ الْخِتَانِ قَدْ ظَهَرَ، فَمَنْ يَخْتَتِنُ مِنْ هَذِهِ الأُمَّةِ قَالُوا لَيْسَ يَخْتَتِنُ إِلاَّ الْيَهُودُ فَلاَ يُهِمَّنَّكَ شَأْنُهُمْ وَاكْتُبْ إِلَى مَدَايِنِ مُلْكِكَ، فَيَقْتُلُوا مَنْ فِيهِمْ مِنَ الْيَهُودِ‏.‏ فَبَيْنَمَا هُمْ عَلَى أَمْرِهِمْ أُتِيَ هِرَقْلُ بِرَجُلٍ أَرْسَلَ بِهِ مَلِكُ غَسَّانَ، يُخْبِرُ عَنْ خَبَرِ رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم فَلَمَّا اسْتَخْبَرَهُ هِرَقْلُ قَالَ اذْهَبُوا فَانْظُرُوا أَمُخْتَتِنٌ هُوَ أَمْ لاَ‏.‏ فَنَظَرُوا إِلَيْهِ، فَحَدَّثُوهُ أَنَّهُ مُخْتَتِنٌ، وَسَأَلَهُ عَنِ الْعَرَبِ فَقَالَ هُمْ يَخْتَتِنُونَ‏.‏ فَقَالَ هِرَقْلُ هَذَا مَلِكُ هَذِهِ الأُمَّةِ قَدْ ظَهَرَ‏.‏ ثُمَّ كَتَبَ هِرَقْلُ إِلَى صَاحِبٍ لَهُ بِرُومِيَةَ، وَكَانَ نَظِيرَهُ فِي الْعِلْمِ، وَسَارَ هِرَقْلُ إِلَى حِمْصَ، فَلَمْ يَرِمْ حِمْصَ حَتَّى أَتَاهُ كِتَابٌ مِنْ صَاحِبِهِ يُوَافِقُ رَأْىَ هِرَقْلَ عَلَى خُرُوجِ النَّبِيِّ صلى الله عليه وسلم وَأَنَّهُ نَبِيٌّ، فَأَذِنَ هِرَقْلُ لِعُظَمَاءِ الرُّومِ فِي دَسْكَرَةٍ لَهُ بِحِمْصَ ثُمَّ أَمَرَ بِأَبْوَابِهَا فَغُلِّقَتْ، ثُمَّ اطَّلَعَ فَقَالَ يَا مَعْشَرَ الرُّومِ، هَلْ لَكُمْ فِي الْفَلاَحِ وَالرُّشْدِ وَأَنْ يَثْبُتَ مُلْكُكُمْ فَتُبَايِعُوا هَذَا النَّبِيَّ، فَحَاصُوا حَيْصَةَ حُمُرِ الْوَحْشِ إِلَى الأَبْوَابِ، فَوَجَدُوهَا قَدْ غُلِّقَتْ، فَلَمَّا رَأَى هِرَقْلُ نَفْرَتَهُمْ، وَأَيِسَ مِنَ الإِيمَانِ قَالَ رُدُّوهُمْ عَلَىَّ‏.‏ وَقَالَ إِنِّي قُلْتُ مَقَالَتِي آنِفًا أَخْتَبِرُ بِهَا شِدَّتَكُمْ عَلَى دِينِكُمْ، فَقَدْ رَأَيْتُ‏.‏ فَسَجَدُوا لَهُ وَرَضُوا عَنْهُ، فَكَانَ ذَلِكَ آخِرَ شَأْنِ هِرَقْلَ‏.‏ رَوَاهُ صَالِحُ بْنُ كَيْسَانَ وَيُونُسُ وَمَعْمَرٌ عَنِ الزُّهْرِيِّ‏.‏

ʿAbdallāh ibn ʿAbbās, Allahs Wohlgefallen auf ihn, überlieferte:

Abū Sufyan bin Harb, Allahs Wohlgefallen auf ihn, berichtete mir, dass Herakleios einen Boten zu ihm geschickt hatte, während er eine Karawane der Quraisch begleitet hatte. Sie waren Kaufleute, die in Sham (Syrien, Palästina, Libanon und Jordanien) Geschäfte machten, zu der Zeit, als Allahs Gesandter, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, Waffenstillstand mit Abū Sufyan und den Ungläubigen der Quraisch hatte. So gingen Abū Sufyan und seine Gefährten zu Herakleios nach Ilya (Jerusalem). Herakleios rief sie an den Hof, und er hatte alle hohen römischen Würdenträger um sich. Er rief nach seinem Übersetzer, der die Frage des Herakleios übersetzte und zu ihnen sagte: „Wer von euch ist eng mit dem Mann verwandt, der behauptet, ein Prophet zu sein?“ Abū Sufyan antwortete: „Ich bin der nächste Verwandte zu ihm (in der Gruppe).“

Herakleios sagte: „Bringt ihn (Abū Sufyan) nahe zu mir und lasst seine Gefährten hinter ihm stehen.“ Abū Sufyan fügte hinzu: „Herakleios befahl seinem Übersetzer, meinen Gefährten zu sagen, dass er mir einige Fragen über diesen Mann (den Propheten) stellen wolle und dass sie (meine Gefährten) mir widersprechen sollten, wenn ich eine Lüge erzählte.“ Abū Sufyan fügte hinzu: „Bei Allah! Hätte ich nicht Angst davor gehabt, dass meine Gefährten mich als Lügner bezeichnen, hätte ich nicht die Wahrheit über den Propheten gesagt. Die erste Frage, die er mir über ihn stellte, war:

‚Welchen Status hat er in eurer Familie?‘

Ich antwortete: ‚Er gehört zu einer guten (edlen) Familie unter uns.‘

Herakleios fragte weiter: ‚Hat irgendjemand unter euch jemals vor ihm dasselbe (d.h. ein Prophet zu sein) behauptet?‘

Ich antwortete: ‚Nein.‘

Er fragte: ‚War jemand unter seinen Vorfahren ein König?‘

Ich antwortete: ‚Nein.‘

Herakleios fragte: ‚Folgen ihm die Edlen oder die Armen?‘

Ich antwortete: ‚Es sind die Armen, die ihm folgen.‘

Er fragte: ‚Werden seine Anhänger immer weniger (von Tag zu Tag)?‘

Ich antwortete: ‚Sie nehmen zu.‘

Dann fragte er: ‚Wird jemand von denen, die seine Religion annehmen, unzufrieden und schwört der Religion danach ab?‘

Ich antwortete: ‚Nein.‘

Herakleios fragte: ‚Hast du ihn jemals beschuldigt, vor seinem Anspruch (ein Prophet zu sein) Lügen zu erzählen?‘

Ich antwortete: ‚Nein.‘

Heraclius fragte: ‚Bricht er seine Versprechen?‘

Ich antwortete: ‚Nein. Wir sind mit ihm im Waffenstillstand, aber wir wissen nicht, was er darin tun wird.‘ Ich konnte keine Gelegenheit finden, etwas anderes gegen ihn zu sagen als das.

Herakleios fragte: ‚Habt ihr jemals einen Krieg mit ihm geführt?‘

Ich antwortete: ‚Ja.‘

Dann fragte er: ‚Was war der Ausgang der Kämpfe?‘

Ich antwortete: ‚Manchmal war er siegreich und manchmal wir.‘

Herakleios fragte: ‚Was befiehlt er euch zu tun?‘

Ich sagte: ‚Er befiehlt uns, Allah und Allah allein anzubeten und nichts neben Ihm zu verehren und allem zu entsagen, was unsere Vorfahren gesagt hatten. Er befiehlt uns, zu beten, die Wahrheit zu sagen, keusch zu sein und gute Beziehungen zu unseren Verwandten zu pflegen.‘

Herakleios bat den Übersetzer, mir Folgendes mitzuteilen: ‚Ich habe dich nach seiner Familie gefragt, und deine Antwort war, dass er einer sehr edlen Familie angehörte. In der Tat stammen alle Apostel aus adligen Familien ihres jeweiligen Volkes. Ich habe dich gefragt, ob noch jemand unter euch so etwas behauptet, deine Antwort war negativ. Wäre die Antwort bejahend gewesen, hätte ich gedacht, dass dieser Mann der Aussage seines Vorgängers folgt. Dann fragte ich dich, ob jemand von seinen Vorfahren ein König war. Deine Antwort war negativ, und wenn sie bejaht worden wäre, hätte ich gedacht, dass dieser Mann sein angestammtes Königreich zurückerobern wollte.

Ich fragte weiter, ob er jemals beschuldigt wurde, Lügen zu erzählen, bevor er sagte, was er sagte, und deine Antwort war negativ. Also fragte ich mich, wie eine Person, die keine Lügen über andere erzählt, jemals eine Lüge über Allah erzählen könnte. Daraufhin fragte ich dich, ob die reichen Leute ihm folgten oder die Armen. Du antwortetest, dass es die Armen waren, die ihm folgten. Und in der Tat sind alle Gesandten von genau dieser Klasse von Menschen gefolgt worden. Dann fragte ich dich, ob seine Anhängerschaft zu- oder abnimmt. Du antwortetest, dass sie zunehmen, und in der Tat ist dies der Weg des wahren Glaubens, bis er in jeder Hinsicht vollständig ist. Ich fragte dich weiter, ob es jemanden gäbe, der, nachdem er seine Religion angenommen hatte, unzufrieden wurde und seine Religion verwarf. Deine Antwort war negativ, und in der Tat ist dies (das Zeichen des) wahren Glaubens, wenn seine Wonne in die Herzen eintritt und sich vollständig mit ihnen vermischt. Ich fragte dich, ob er jemals Verrat begangen habe. Du hast das verneint, und auch die Apostel verraten nie. Dann fragte ich dich, was er dir befohlen habe. Du hast geantwortet, dass er euch befohlen hat, Allah und Allah allein anzubeten und nichts neben Ihm anzubeten und euch verboten hat, Götzen anzubeten und euch befohlen hat, zu beten, die Wahrheit zu sagen und keusch zu sein. Wenn das, was du gesagt hast, wahr ist, wird er sehr bald diesen Platz unter meinen Füßen einnehmen, und ich wusste es (aus den Schriften), dass er erscheinen würde, aber ich wusste nicht, dass er von dir sein würde, und wenn ich ihn definitiv erreichen könnte, würde ich sofort zu ihm gehen, und wenn ich bei ihm wäre, würde ich ihm sicherlich die Füße waschen.‘ Herakleios bat dann um den Brief des Gesandten Allahs der von Dihya an den Gouverneur von Busra überbracht wurde, der ihn an Herakleios weiterleitete, damit er ihn lesen konnte. Der Inhalt des Briefes lautete wie folgt: ‚Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen (Dieser Brief ist) von Muhammad, dem Sklaven Allahs und Seinem Gesandten, an Herakleios, den Herrscher von Byzanz. Friede sei mit ihm, der dem rechten Weg folgt. Außerdem lade ich dich zum Islam ein, und wenn du Muslim wirst, wirst du sicher sein, und Allah wird deinen Lohn verdoppeln, und wenn du diese Einladung zum Islam ablehnst, wirst du eine Sünde begehen, indem du deine Arisiyin (Bauern) fehlleitest. (Und ich rezitiere euch Allahs Aussage:)

‚O Leute der Schrift! Kommt zu einem gemeinsamen Wort zwischen euch und uns, dass wir niemanden außer Allah anbeten und dass wir Ihm nichts in der Anbetung beigesellen und dass keiner von uns andere als Herren neben Allah nehmen soll. Wenn sie sich dann abwenden, sagt: Bezeugt, dass wir Muslime sind (diejenigen, die sich Allah ergeben haben).‘ (3:64)“

Abū Sufyan fügte dann hinzu: „Als Herakleios seine Rede beendet und den Brief verlesen hatte, gab es ein großes Geschrei im Königshof. So wurden wir aus dem Hof hinausgeworfen. Ich erzählte meinen Gefährten, dass die Frage von Ibn-Abi-Kabscha) (dem Propheten Muhammad, Allah segne ihn und gebe ihm Heil) so prominent geworden ist, dass sogar der König der Bani Al-Asfar (Byzantiner) Angst vor ihm hat. Dann begann ich sicher zu werden, dass er (der Prophet) in naher Zukunft der Eroberer sein würde, bis ich den Islam annahm (d.h. Allah führte mich zu ihm).“

Der Untererzähler fügt hinzu: „Ibn An-Natur war der Gouverneur von llya‘ (Jerusalem) und Herakleios war das Oberhaupt der Christen von Sham. Ibn An-Natur erzählt, dass Herakleios einmal, als er in ilya‘ (Jerusalem) zu Besuch war, morgens mit einer traurigen Stimmung aufstand. Einige seiner Priester fragten ihn, warum er in dieser Stimmung sei? Herakleios war ein Wahrsager und Astrologe. Er antwortete: ‚Als ich nachts in die Sterne schaute, sah ich, dass der Anführer derer, die die Beschneidung praktizieren, erschienen war (zum Eroberer wurde). Wer sind die, die die Beschneidung praktizieren?‘ Das Volk antwortete: ‚Außer den Juden praktiziert niemand die Beschneidung, also solltet ihr keine Angst vor ihnen (Juden) haben. Gebt einfach den Befehl, jeden im Land anwesenden Juden zu töten.‘

Während sie darüber diskutierten, kam ein Bote, der vom König von Ghassan ausgesandt worden war, um die Nachricht des Gesandten Allahs, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, an Herakleios zu überbringen. Nachdem er die Nachricht gehört hatte, befahl er (Herakleios) den Leuten, hinzugehen und zu sehen, ob der Gesandte von Ghassan beschnitten war. Die Leute, nachdem sie ihn gesehen hatten, sagten Herakleios, dass er beschnitten sei. Herakleios fragte ihn dann nach den Arabern. Der Bote antwortete: ‚Die Araber praktizieren auch die Beschneidung.‘

(Nachdem er das gehört hatte) bemerkte Herakleios, dass die Herrschaft der Araber erschienen war. Herakleios schrieb daraufhin einen Brief an seinen Freund in Rom, der ebenso gut wie Heraclius im Wissen war. Herakleios reiste dann nach Homs (eine Stadt in Syrien) und blieb dort, bis er die Antwort seines Briefes von seinem Freund erhielt, der mit ihm in seiner Meinung über das Erscheinen des Propheten, Allah segne ihn und gebe ihm Heil, und die Tatsache, dass er ein Prophet war, übereinstimmte. Daraufhin lud Herakleios alle Oberhäupter der Byzantiner ein, sich in seinem Palast in Homs zu versammeln. Als sie sich versammelten, befahl er, dass alle Türen seines Palastes geschlossen werden sollten. Dann trat er heraus und sagte: ‚O Byzantiner! Wenn Erfolg euer Wunsch ist und wenn ihr die rechte Führung sucht und wollt, dass euer Reich bleibt, dann gebt diesem Propheten den Treueeid (d.h. nehmt den Islam an).‘

(Als sie die Ansichten von Herakleios hörten) rannten die Leute wie die Wilden zu den Toren des Palastes, fanden aber die Türen verschlossen. Herakleios erkannte ihren Hass auf den Islam und als er die Hoffnung verlor, dass sie den Islam annehmen würden, befahl er, dass sie in Audienz zurückgebracht werden sollten.

(Als sie zurückkamen) sagte er: ‚Was ich bereits gesagt habe, war nur, um die Stärke eurer Überzeugung zu testen, und ich habe sie gesehen.‘ Die Leute warfen sich vor ihm nieder und waren zufrieden mit ihm, und dies war das Ende der Geschichte von Herakleios (im Zusammenhang mit seinem Glauben).“

[Sahih al-Buchari, Kapitel 1/Hadithnr. 7]


Siehe Hadith Nummer 51, 2681, 2804, 2941, 2978, 3174, 4553, 5980, 6260, 7196 und 7541

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